Joe Lidster


1. Internationale Email Interview – Hier kommen die ersten acht Antworten von Joe Lidster auf Eure Fragen:.

Joe Lidster ist ein englischer Autor, der Drehbücher für TV & Radio, Hörbücher und Kurzgeschichten verfasst. Seine Arbeit umfasst u.a. Drehbücher für die Serien »Torchwood« und »The Sarah Jane Adventures«. Er ist ebenfalls an Sherlock beteiligt und schrieb die Texte der folgenden Blogs:
John Watson Blog
Sherlocks Blog
Molly Hoopers Blog
Connie Prince‘ Blog.

Joe Lidster hat sich freundlicherweise bereiterklärt ein Email Interview zu geben. Die Fragen hierzu kamen von Euch.

1. Glaubst Du, dass John und Sherlock in Staffel 3 ihre Blogs fortführen werden?
Das hoffe ich, denn ich würde sie gerne weiterschrieben!

2. Gibt es andere zukünftige Projekte von Dir, von denen Du uns erzählen kannst?
Ich habe gerade ein lang gesetztes Ziel erreicht, indem ich ein Theaterstück verfasst habe. Es ist zwar nur 10 Minuten lang, aber es wird aufgeführt werden! Auf einer tatsächlichen Bühne! Mit richtigen Schauspielern! Es ist Teil eines Theater-Festivals, das im Herbst diesen Jahres stattfindet. Außerdem arbeite ich an weiteren Dark Shadows Comics und habe eben ein Dorian Gray Hörstück für Big Finish fertiggestellt. Ich drücke die Daumen, dass sie mich wieder für die Sherlock Blogs engagieren, da ich es liebe sie zu schreiben. O, und ich bin gerade dabei ein Dreh- buch für einen Film zu erstellen! Er wird von Tom Guerrier produ- ziert. (Anm.: Mark Gatiss spielt u.a. mit; mehr dazu… hier.)
Ich weiß mich in der Tat gut zu beschäftigen! Am ehesten könnt Ihr von meinen neuen Projekten erfahren, wenn Ihr mir auf Twitter folgt: @JoeLidster

3. Wenn Du einen Blog für Anderson erstellen würdest, wie würde dieser aussehen und welchen Inhalt hätte er?
Ich denke, er wäre entweder sehr langweilig und grau mit einigen höhnischen Bemerkungen über Sherlock oder aber er wäre ein wenig schmierig. Ich finde, Anderson ein klein bißchen schmierig.

4. Wie hast Du Johns Schreibstil aktualisiert? Hast Du den Schreibstil des Kanons sehr für den Blog verändert?
Um ehrlich zu sein, beschloss ich mir nicht zu viele Gedanken wegen des Schreibstils in den Originalgeschichten zu machen, denn dies ist ein ganz anderes Medium.

Was ich versuchte war, den Stil dieses Johns im Verlauf der Serie zu entwickeln. Am Anfang hat er im Grunde keine Lust einen Blog zu führen und macht es nur, damit seine Therapeutin glücklich ist. Aber als er beginnt selbst glücklicher zu werden, dank seinem Leben mit Sherlock, beginnt er viel mehr Spaß daran zu haben. Daher fangen seine Posts an, mehr Humor zu enthalten, er interagiert mit den Kommentatoren und beginnt Fotos usw. zu posten. Ich denke, bei Beginn der zweiten Staffel, findet er es richtig toll.

5. Glaubst Du, dass Mycroft heimlich einen Blog führt?
Ha, das wäre brilliant, nicht wahr? Ich vermute, es ist wahrscheinlicher, dass er ein sehr teures, ledergebundenes Tagebuch führt.

6. Würdest Du gern einmal die Philippinen besuchen?
Das würde ich sehr gerne, eines Tages! Es ist sicherlich ein wunderschönes Land.

7. Welches ist Dein Lieblingsbuch?
Ich glaube, mein Lieblingsbuch für ale Zeiten ist »Das Wunder von Narnia« von C. S. Lewis. Ich habe es als Kind geliebt und finde, dass es ein wirkliches Gefühl von Freude vermittelt, auch wenn es dunkle Momente enthält. Der Schreibstil ist trügerisch simpel, aber es ist ein solch aufregendes Abenteuer. Auch finde ich, dass Lewis erstaunlich gut aus der Sicht eines Kindes erzählt. Die Charaktere sind fehlerhaft aber sympathisch und man kann sich sehr leicht mit ihnen identifizieren.

8. Wann hast Du mit dem Schreiben begonnen?
Ich habe bereits sehr früh angefangen. Als ich ein Kind war, war das Schauspiel meine große Leidenschaft. Ich habe es geliebt. Ich bin in den Produktionen des Schultheaters aufgetreten und habe bei einer örtlichen Kinderschauspieltruppe mitgewirkt sowie in der Opernhaften Gesellschaft der Stadt. Welche in erster Linie aus mir, einem Freund von mir und einer Gruppe Rentner bestand. Aber ebenso gefielt mir das Schreiben. Ich habe einfach gerne Geschichten erzählt.
Als ich älter wurde, begann ich jedoch mich auf das Schreiben zu konzentrieren. Dafür gab es verschiedene Gründe. Ich fing an mich recht befangen vor Leuten zu fühlen – vor allem auf der Bühne. Zu der Zeit jedoch bereiteten wir eine Schulaufführung des Stücks »Amadeus« vor, in dem ich den jungen Salieri spielte. Es war eine fantastische Produktion, aber es war vor allem das Skript, das mich faszinierte. Seine Genialität hat mich schier umgehauen. Es war ein erstaunliches Unterhaltungsstück, aber zur selben Zeit ein fantastisches Charakterstück. Es gab keine definitiven Guten oder Bösen. Es war düster aber lustig. Es enthielt einige wunderschöne Szenen und einige Momente, die einfach nur beängstigend waren. Ich fand es toll wie es uns, als Darstellern, die Gelegenheit gab etwas wirklich ganz Besonderes zu tun. Und da erkannte ich, dass es das ist, was ich tun möchte. Ich wollte Leute unterhalten. Ich wollte sie zum Lachen und zum Weinen bringen. Ich wollte sie zum Nachdenken anregen. Ich wollte ihnen Angst machen und stumm vor Erstaunen werden lassen. Ich wollte sie durch das was sie ansahen, vergessen lassen, dass es eine Welt da draußen gibt. Und ich fand, dass ich persönlich dies als Autor besser erreichen würde als als Schauspieler.

Die Übersetzung des Interviews in weitere Sprachen:

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