29. Juni


29. Juni

Der Blutige Leibgardist

Sherlock wollte nicht, dass ich über diesen Fall schreibe, aus Gründen, die offensichtlich sein werden. Aber keine Chance, dass ich diese Gelegenheit verpasse um… nun Ihr werdet sehen!

Es begann alles mit einer Email eines der Gardisten ihrer Majestät. Es ist wahrscheinlich einfacher seine eigenen Worte zu verwenden. „Lieber Mr. Holmes, mein Name ist Bainbridge. Ich bin Grenadier der persönlichen Garde Ihrer Majestät. Ich schreibe Ihnen in einer persönlichen Angelegenheit – eine Sache, die ich nicht meinen Vorgesetzten vorlegen möchte. Es würde so belanglos klingen. Aber ich glaube, jemand belauert mich. Ich bin Touristen gewöhnt. Das gehört zum Job. Aber dies ist anders. Jemand beobachtet mich. Er macht Fotos von mir. Täglich. Ich möchte es dem Colonel gegenüber nicht erwähnen. Aber es setzt mir zu. Ich habe über Sie gelesen und weiß, dass die Polizei sich nicht für derlei interessiert.“

Anfänglich war Sherlock nicht sehr interessiert. Vielleicht gefielen jemandem Männer in Uniform. Aber ich denke, dass es die Kombination war, die ihn dann doch packte. Die Kombination aus dem -Warum diese bestimmte Wache?- und der Erwähnung, dass es die Polizei nicht interessierte. Und um ehrlich zu sein, konnten wir eine Pause von den Hochzeitsvorbereitungen gut gebrauchen und brachen somit nach Wellington Barracks auf.

Wir mussten warten bis die Wache abgelöst wurde. Nun, zumindest sollten wir warten. Sherlock fällt Warten schwer und bevor ich mich versah, hatte er einen Hut der Wache gemopst und so getarnt das Gebäude betreten.

Aber es war zu spät. Der Typ, der uns gemailt hatte, war tot. Er befand sich in der Dusche, in einer Blutlache. Nur gab es keinerlei Möglichkeit wie jemand ihn hätte erstechen können. Die Kabine war auf der Innenseite verriegelt und wie Sherlock hervorhob, war er eindeutig nicht vor dem Betreten der Dusche niedergestochen worden. Es war ein richtiges Geschlossener-Raum-Rätsel, die Art die Sherlock liebt.

Meine Gedanken galten allerdings eher dem Toten. Und als ich ihn endlich untersuchen durfte, stellte ich fest, dass er tatsächlich noch lebte! Ich nehme an, dass wir es so gewohnt sind in unseren Fällen auf Leichen zu stossen, dass Sherlock atomatisch angenommen hatte, dass es sich um eine handele. Es gelang mir die Blutung zu stillen und ihn ins Krankenhaus bringen zu lassen.

Das Rätsel jedoch blieb. Wer hatte versucht ihn umzubringen? Und – und dies interessierte Sherlock am meisten – wo war die Wffe? Es war ein Ding der Unmöglichkeit. Es gab buchstäblich keinen Weg wie jemand in die Dusche und wieder heraus gekonnt hätte. Auch konnte die Wache nicht versucht haben sich das Leben nehmen, da in dem Fall die Waffe noch vor Ort gewesen wäre.

Ein unmögliches Verbrechen. Wie gemacht für Sherlock.

Außer.

Dass er es nicht lösen konnte!

Sherlock Holmes war verblüfft!

Ich hatte gehofft, dass ihn dies mehr ärgern würde, als es den Anschein hatte. Tatsächlich jedoch nahm er es hin und kehrte zur Vorbereitung meines Polterabends zurück. Und ich meine wirklich vorbereiten…

7 Kommentare

Danke, John.
Sherlock Holmes 29. Juni

Das war übrigens ein sarkastischer Kommentar. Ich weiß ja, dass Du derlei oftmals nicht verstehst.
Sherlock Holmes 29. Juni

KUMPEL!! Das ist episch!! Sherlock verblüfft!
Mike Stamford 29. Juni

KUMPEL!! Das ist episch!! Sherlock verblüfft!
Mike Stamford 29. Juni

Wer steht nicht auf Typen in Uniform?
Donna Staveley 29. Juni

LOL!
Dame Latif 29. Juni

ich weigere mich zu glauben, dass sherlock einen fall nicht lösen konnte
theimprobableone 29. Juni

Und er ist wieder da 🙂
John Watson 29. Juni

Dr. John H. Watsons Blogeinträge – ins Deutsche übersetzt, mit
freundlicher Genehmigung der BBC und des Autors, Joe Lidster.

Originalartikel THE ELEPHANT IN THE ROOM