Mark Gatiss‘ Mein London

Übersetzung des Artikels Mark Gatiss‘ My London von Sam Fishwick, 29.01.2015.

Zuhause
Eine Ecke in Islington, die sich wie ein schönes, kleines Dorf anfühlt, das eingemeindet wurde.

Die letzte Show, die du sahst?
City of Angels im Donmar Theater, mit dem wunderbaren Hadley Fraser, mit dem ich letztes Jahr in Coriolanus spielte.

Wohin gehst du um dich zu amüsieren?
Ins Koko in Camden wenn eine Guilty Pleasures Nacht auf dem Programm steht.

Das Erste, was du machst wenn du nach London zurückkehrst?
Die vielen neuen Film und Theater Plakate in den Tube Stationen betrachten. Man kann eine Woche weg sein und alles hat sich verändert.

Das Romantischte, das jemand für dich tat?
Mein Partner, Ian Hallard, lud mich in Shakespeares Globe ein, gefolgt von einem Essen im Ye Olde Cheshire Cheese in Fleet Street, und zuletzt ging es zu Middle Temple, dem Ort an dem wir heirateten.

Was sammelst du?
Doctor Who Figuren. Ich habe in etwa 75 Daleks und eine kleine Cybermen Armee.

Welchen Ort würdest du für ein erstes Date empfehlen?
Die National Portrait Gallery. Trefft euch unter dem Portrait von Charles I und verbringt den Nachmittag damit euch gegenseitig kennenzulernen.

Wen rufst du an, wenn du Spaß haben willst?
[Schauspielkollegen] Catherine Tate, Oliver Chris und Nicola Walker.

Das beste Essen?
Pasha in der Upper Street, bekannt für seine türkische Kochkunst. Ich liebe Lamm Iskender. Leider teile ich die Vorliebe für dieses Restaurant mit Boris Johnson [Londons Bürgermeister].

Wo gehst du gerne Einkaufen?
Grenson in der Lamb’s Conduit Street, wegen ihrer festen Lederschuhe; Liberty, was sich immer wie ein besonderes Ereignis anfühlt; Selfridges, eine Kathedrale des Kommerz; Reiss, wo ich am liebsten alles kaufen würde; Ralph Lauren RRL & Co. in Mayfair, was sich anfühlt, als würde man in die amerikanischen 1910er reisen.

Das Beste, das ein Taxifahrer je zu dir sagte?
Ein Taxifahrer in Highgate erzählte mir einmal von einem vor Ort bekannten Kriminellen, der Affen darauf trainiert hatte Schlösser zu knacken. Er sagte: „Sie haben ihn nur geschnappt, weil er für die Affen eine Versicherung abschloss.“

Lieblingsentdeckung?
Die Londoner sind viel freundlicher als ihnen nachgesagt wird.

Das letzte Album, das du dir heruntergeladen hast?
Jake Bugg, Shangri La. Es ist kantig und frisch und eignet sich perfekt für meine Jogging Playlist. Es schadet auch nicht, dass er zudem sehr gutaussehend ist.

Was würdest du als Bürgermeister tun?
Darauf bestehen, dass die neuen Routemaster Doppeldecker-Linienbusse ihre Hecktüren offen halten. Ich mache mir Sorgen, dass ein potenzieller Passagier beim Einsteigen abprallen könnte.

Lieblingspub?
Das Duke of Cambridge in St Peter’s Street. Ich mag die örtlichen herben Biersorten inzwischen sehr gerne.

Deine früheste Erinnerung an London?
Ein Besuch der Whispering Gallery in St. Paul’s, im dreckigen London von 1972, als ich sechs Jahre alt war.

Welches Gebäude würdest du gerne erwerben?
Den BT Tower — der für mich immer der Post Office Tower bleiben wird.

Hattest du je mit einem Polizisten zu tun?
Ich habe einmal versucht eine Rauferei zwischen zwei örtlichen italienischen Restaurants zu schlichten. Wenn man der Polizei etwas zu Protokoll gibt, fühlt man sich immer, als würden sie einen gleich dingfest machen.

In welchem Gebäude wärst du gerne über Nacht eingesperrt?
Im Museum of London. Dort gibt es ein Hemd, von dem angenommen wird, dass Charles I es bei seiner Hinrichtung trug.

Grösste Extravaganz?
Gestreifte Socken von Paul Smith.</span

Was machst du gerade?
Die nächste Folge von Sherlock drehen.

Wer ist dein Held?
Michael Palin. Als er sagte mir, dass er The League of Gentlemen liebt bin ich fast umgekippt.

[Anm. Anne: weil es mir beim Übersetzen eben wieder einfiel, hier noch eine Begebenheit, die Mark beim letzten Mark Gatiss & Friends erzählte… Jemand aus dem Publikum hatte nach außergewöhnlichen Erfahrungen mit Fans gefragt und Mark antwortete, als er einst am Theater spielte, habe eine Familie desöfteren an der Stage Door im Anschluss gewartet. Diese Familie hatte eine sehr schüchterne Tochter, die sich erst am letzten Abend traute Mark einen zusammengefalteten Zettel zu geben. Als Mark diesen später öffnete stand dort nur ein Wort: schwanger. Mark erzählte uns, dass er darüber gegrübelt hätte, ob die junge Frau sich wohl einbildete, von ihm schwanger zu sein oder ob das Wort irgendeine metaphorische Bedeutung hätte. Die Erklärung folgte in etwa ein Jahr darauf, als er einen Brief der jungen Frau erhielt, in dem sie schrieb, sie habe ihm den falschen Zettel zugesteckt. 😀 ]

Mark-Gatiss