Die Abscheuliche Braut

Die Übersetzung des Transkripts. Übersetzt von Asinta, Conny, Irmgard, Jil, Jules, Lilly, Marius, Nora, Rike, Vanessa und Anne.

Dies ist der reine Dialog. Eine Version mit den Übersetzungen der Szenenbeschreibungen folgt in den nächsten Tagen als PDF zum Herunterladen.

SHERLOCK: Mein Name ist Sherlock Holmes und die Adresse ist 221B Baker Street.
SHERLOCK: Schönen Tag noch.
MIKE STAMFORD: Ja. Er ist immer so.

MOLLY: Schlechter Tag, was?

MYCROFT: Seit gestern wohnen Sie bei ihm…
MYCROFT: … und jetzt klären Sie schon gemeinsam Verbrechen auf.

MRS HUDSON: Sie sind ganz glücklich darüber, wie unanständig.
SHERLOCK: Wen kümmert der Anstand? Das Spiel, Mrs Hudson, hat begonnen!

SHERLOCK: Machen Sie aus Menschen keine Helden, John. Helden existieren nicht und selbst wenn, dann wäre ich keiner von ihnen.

JIM (zu Sherlock): Ich werde Ihnen das Herz heraus brennen.

JOHN: So, hiermit sollte es gehen.

JOHN: Haben Sie irgendwas darunter?
SHERLOCK: Nein.
JOHN: Okay.

IRENE: Sie sollen mich doch richtig in Erinnerung behalten, als die Frau, die Sie geschlagen hat.

SHERLOCK: Es gab nie irgendein Monster.
JOHN: Sherlock?

JIM: Da wären wir nun also.

SHERLOCK: Auf Wiedersehen, John.
JOHN (ruft aus): SHERLOCK!

SHERLOCK (kommentiert): Die Dinger werden Sie noch umbringen.
LESTRADE: Ooh, Sie verdammter Mistkerl!

SHERLOCK (zu John): Das Jagdfieber, das pulsierende Blut in Ihren Adern …
JOHN (zu dem Fahrer): Entschuldigung.
SHERLOCK: … nur Sie und ich gegen den Rest der Welt.

JOHN: Warten Sie! Wir müssen das Ganze koordinieren.

JOHN: Ich habe Sie um ein Wunder gebeten. Ich wollte, dass Sie aufhören tot zu sein.
SHERLOCK: Ich habe Sie gehört.

JOHN: Ich sag dir was, du bist kein Rätsellöser, das bist du nie gewesen. Du bist eine Drama Queen. Da drin ist ein Mann in Lebensgefahr…
JOHN (zitiert sarkastisch Sherlock): … “Das Spiel hat begonnen“. Lös den Fall!

SHERLOCK (kommentiert): Er ist der Napoleon der Erpresser.
MAGNUSSEN: Keine Chance für Sie, diesmal den Helden zu spielen, Mr Holmes.
SHERLOCK: Ich bin ein hochfunktioneller Soziopath.

MYCROFT (redet mit Lady Smallwood und ihre Kollegen): Es dürfte kein Gefängnis geben, in das wir Sherlock bringen könnten, ohne dass es tagtäglich zu Aufständen käme. Die Alternative bedarf jedoch Ihrer Zustimmung.

SHERLOCK: Auf die beste aller Zeiten, John.
JIM’s STIMME (verzerrt): Vermisst ihr mich? Vermisst ihr mich?
LADY SMALLWOOD: Wie ist das möglich?
MYCROFT (am Telefon mit Sherlock im Flugzeug): Wie läuft’s im Exil?
SHERLOCK: Ich bin erst seit vier Minuten weg.
MYCROFT: Nun, ich hoffe du hast deine Lektion gelernt.
SHERLOCK: Wer braucht mich dieses Mal?
JIM: Vermisst ihr mich?
MYCROFT (am Telefon zu Sherlock): England.

WATSON (kommentiert): Der zweite Afghanistan Krieg brachte vielen Ehre und Beförderungen.
WATSON (kommentiert): … aber mir brachte er nur Unglück und Katastrophen.
SOLDAT: Sind Sie in Ordnung, Captain?

WATSON (kommentiert): Ich bin nach England zurückgekehrt mit einer unwiderruflich ruinierten Gesundheit und einer düsteren Zukunft.
WATSON (kommentiert): Unter diesen Umständen hat es mich natürlich nach London hingezogen, die große Jauchegrube in der alle Faulenzer und Müßiggänger des Königreichs versickern.
STAMFORD: Watson!
STAMFORD: Stamford. Erinnern Sie sich?
STAMFORD: Wir waren zusammen am Bart’s.
WATSON: Ja, natürlich. (Sie schütteln Hände.) Stamford.
STAMFORD: Meine Güte! Wo sind Sie gewesen? Sie sind so dünn wie eine Bohnenstange!

WATSON: Ich hab es nach Hause geschafft. Viele hatten nicht das Glück.
STAMFORD: Und was jetzt?
WATSON: Hmm? Ich brauche eine Unterkunft. Etwas Anständiges und zu einem bezahlbaren Preis. Das ist nicht einfach.
STAMFORD: Wissen Sie, Sie sind die zweite Person die das heute zu mir sagt.
WATSON: Hmm? Wer war die erste?

WATSON: Mein Gott!
STAMFORD: Es ist anscheinend ein Experiment. Er schlägt Leichen um festzustellen wie lange sich nach dem Tod noch blaue Flecken bilden können.
WATSON: Gibt es dazu einen medizinischen Aspekt?
STAMFORD (folgt ihm): Ich bin mir nicht sicher.
WATSON: Ich auch nicht. Also, wo ist denn Ihr Freund?
STAMFORD (laut): Entschuldigung!
WATSON (laut): Ich hoffe, wir stören Sie nicht.
HOLMES: Sie waren in Afghanistan, nehme ich an. (Er dreht sich weg, greift in seiner Westentasche nach seiner Taschenuhr.)
STAMFORD: Doctor Watson, Mr Sherlock …
HOLMES (dreht sich wieder um): Ausgezeichnete Reflexe. (Er grinst Watson an während er seine Taschenuhr zurücksteckt.) Sie sind passabel.
WATSON: Wie bitte?
HOLMES: Ich habe ein Auge auf eine Wohnung nahe Regent’s Park geworfen. Zusammen können wir sie uns leisten.
WATSON: Zimmer? (He glances briefly at Stamford.) Wer sagte etwas über Zimmer?
HOLMES (wie aus der Pistole geschossen): Ich. Ich habe Stamford heute Morgen gesagt, dass ich einen Mitbewohner brauche. Nun erscheint er nach dem Mittagessen in Begleitung eines Mannes mit militärischen Hintergrund, braun gebrannt, kürzlich verwundet, beides ein Hinweis auf den Kampf in Afghanistan und einer erzwungenen Abreise. (Er holt endlich Luft) Diese Schlussfolgerung war naheliegend.
HOLMES (holt tief Luft): Wir werden die restlichen Details morgen Abend besprechen.
HOLMES: Wenn Sie mich nun entschuldigen würden, Ich muss zu einer Hinrichtung in Wandsworth und ich hasse es, wenn sie ohne mich anfangen.
WATSON: Eine Hinrichtung?
HOLMES: Ich interessiere mich aus beruflichen Gründen dafür. Ich spiele auch Violine und rauche Pfeife. Ich gehe davon aus, dass das kein Problem ist?
WATSON: Ähm, nein, also …
HOLMES (nimmt seinen Hut von dem Hutständer und lächelt Watson zu): Und Sie haben sich angewöhnt, niemals Ihre Sätze zu beenden. Wir werden prächtig miteinander auskommen. Morgen Abend um sieben, dann.
HOLMES: Oh, und mein Name ist Sherlock Holmes und die Adresse ist zweihunderteinundzwanzig B Baker Street.
STAMFORD (zu Watson); Ja. Er ist immer so.

ZEITUNGSVERKÄUFER: Zeitung! Zeitung!
ZEITUNGSVERKÄUFER: Zeitung! Zeitung!
WATSON: Hier.
WATSON: Wie läuft „Der blaue Karfunkel“?
ZEITUNGSVERKÄUFER: Sehr beliebt, Doctor Watson. Wird es in nächster Zeit wieder einen richtigen Mord geben?
WATSON: Ich werde mit der kriminellen Szene reden.
ZEITUNGSVERKÄUFER: Wenn es keine Umstände macht.
ZEITUNGSVERKÄUFER: Ist er es? Ist er da drin?
WATSON: Nein. Nein, nein, ist er nicht. (Er tippt einen Finger an seinen Hut) Ah, Ihnen einen schönen Tag noch.
CABBIE (zu seinem Pferd, die Zügel schüttelnd): Hüh
ZEITUNGSVERKÄUFER: Frohe Weihnachten, Mr Holmes!

MRS HUDSON: Mr Holmes, ich würde es begrüßen, wenn Sie mir sagten wann Sie planen nach Hause zu kommen.
HOLMES: Ich kann das schwer einschätzen, Mrs Hudson. Das ist das Problem mit zerstückelten Landjunkern – sie sind notorisch schwierig einzuplanen.
BILLY (zu Watson, schaut auf seine Taschen): Was ist da drin?
WATSON: Ist egal.
HOLMES (zum Fahrer): Vielen Dank.
BILLY (über seine Schulter): Haben Sie wieder einen Mörder gefasst, Mr Holmes?
HOLMES: Den Mörder gefangen; aber noch auf der Suche nach den Beinen. Ich denke wir nennen es ein Unentschieden.
MRS HUDSON: Ich habe gesehen, dass Sie wieder einer Ihrer Geschichten veröffentlicht haben, Doktor Watson.
WATSON: Ja, hat es Ihnen gefallen?
MRS HUDSON (nach einer Sekunde Überlegung): Nein.
WATSON: Oh?
MRS HUDSON: Mir gefällt es nie.
WATSON (schließt die Türe hinter sich): Warum nicht?
MRS HUDSON: Nun, ich sage nie etwas, oder? Im Gegensatz zu Ihnen, schicke ich die Leute nur nach oben und serviere Ihnen das Frühstück.
WATSON (hängt seine Jacke und seinen Hut auf): Nun, innerhalb der Erzählung, ist das – gelinde gesagt – Ihre Funktion.
MRS HUDSON: Meine was?!
HOLMES: Fühlen Sie sich nicht benachteiligt, Mrs Hudson. Ich komme in der Hunde Geschichte kaum vor.
WATSON (entrüstet): “Der Hunde Geschichte”?!
MRS HUDSON: Ich bin Ihre Vermieterin, nicht Ihre Handlungsvorgabe.
WATSON (zu Holmes, der die Treppe heraufgeht): Meinen Sie ‘Die Hunde der Baskervilles’?!
MRS HUDSON (aufgebracht): Und Sie beschreiben das Zimmer immer als so trist und schäbig.
WATSON (gereizt): Oh, tadeln Sie den Illustrator. Er ist außer Kontrolle. Ich musste mir einen Schnauzer wachsen lassen, nur damit die Leute mich beachten.

WATSON (kommentiert): Über die vielen Jahre, in denen es mein Privileg war die Heldentaten meines bemerkenswerten Freundes, Mr Sherlock Holmes, ist es mir manchmal schwer gefallen einen Fall, aus den vielen, auszuwählen, welche ich meinen Lesern vorlege.
WATSON (kommentiert): Manche sind zu heikel um davon zu berichten …
WATSON (kommentiert): … während andere noch zu frisch im Gedächtnis der Öffentlichkeit sind.
WATSON (kommentiert): Aber alle Abenteuer zusammengenommen, hat kein Fall meinen Freund an solch mentale und physische Grenzen gedrängt wie der Fall der Abscheulichen Braut.

WATSON (läuft in den Raum): Mein Gott!
HOLMES (laut, läuft an die Person vorbei zur Türe): Mrs Hudson, da ist eine Frau in meinem Wohnzimmer! Ist das Absicht?
MRS HUDSON (von unten): Sie ist eine Klientin! Ich sagte ihr, dass außer Haus seien; sie wollte warten.
WATSON: Würden Sie, ähm, sich gerne setzen?
HOLMES (ruft runter): Haben Sie sie nicht gefragt, was sie möchte?
MRS HUDSON (von unten): Sie fragen sie!
HOLMES: Nun, warum haben Sie sie nicht gefragt?
MRS HUDSON (leicht gereizt): Wie sollte ich, schließlich sage ich ja nie etwas, oder nicht?
HOLMES: Oh, meine Güte. (leise, zu Watson): Geben Sie ihr ein paar Sätze. Sie ist durchaus in der Lage uns verhungern zu lassen.
HOLMES: Guten Tag. Ich bin Sherlock Holmes. Das ist mein Freund und Kollege, Doktor Watson. Sie können frei vor ihm sprechen, er versteht sowieso selten ein Wort.
WATSON: Holmes.
HOLMES (zu der Frau): Allerdings, bevor Sie das tun, erlauben Sie mir einige unbedeutende Beobachtungen anzumerken.
HOLMES: Sie haben einen schelmischen Humor, den Sie derzeit einsetzen, um Ihre persönliche Qual zu lindern.
HOLMES: Sie haben kürzlich einen Mann von scheinbar freundlichem Charakter geheiratet, der Sie nun für einen zwielichtigen Gefährten mit zweifelhaften Moralvorstellungen verlassen hat. Sie haben diese Agentur aufgesucht in der Hoffnung, dass eine Aussöhnung noch möglich ist.
WATSON: Mein Gott, Holmes!
HOLMES: All dies ist natürlich perfekt an Ihrem Parfüm erkennbar.
WATSON: Ihr Parfüm?
HOLMES; Ja, ihr Parfüm, was mir Erkenntnis bringt und Ihnen Unglück.
WATSON: Wie das?
HOLMES (geht auf die Frau zu): Weil ich es bemerkt habe und Sie nicht.
WATSON: Mary!
MRS WATSON (lächelt): John.
WATSON: Warum, in Gottes Namen, gibst du dich als Klientin aus?
MRS WATSON: Weil ich mir dachte, dass es keinen anderen Weg gibt meinen Ehemann zu sehen, Ehemann.

WATSON: Es war eine Angelegenheit internationaler Machenschaften.
MRS WATSON: Es ging um einen ermordeten Landjunker.
WATSON: Nichtsdestotrotz, war es dringend.
MRS WATSON: Es stört mich nicht, dass du gehst, mein Liebling. Es stört mich, dass du mich zurücklässt!
WATSON: Aber was könntest du tun!?
MRS WATSON: Oh, was machst du außer umherzuirren, Notizen zu schreiben, überrascht auszusehen …
HOLMES: Genug!
HOLMES (sanft): Die Bühne ist bereit und der Vorhang hebt sich. Wir können beginnen.
MRS WATSON: Was beginnen?
HOLMES: Manchmal muss man um einen Fall zu lösen, erst einen anderen entschlüsseln.
WATSON: Oh, Sie haben also einen Fall, einen neuen?
HOLMES (sanft): Einen alten. Sehr alt. Ich werde tief versinken müssen.
WATSON: Tief? Wohinein?
HOLMES (sanft): Mich selbst.
HOLMES: Lestrade! Hören Sie auf sich an der Tür herumzudrücken und kommen Sie rein.
LESTRADE: Woher wussten Sie, dass ich es war?
HOLMES: (durchquert den Raum zu seinem Stuhl und setzt sich): Ihre obligatorische Gangart ist unverwechselbar; leichter als Jones, schwerer als Gregson.
LESTRADE (stotternd) I-I-Ich bin gerade nach oben gekommen. Mrs Hudson schien nicht zu ansprechbar.
HOLMES: Ich fürchte sie hat das Feld der Literaturkritik durch Satire betreten. Es ist ein Besorgnis erregender Trend unter modernen Vermieterinnen. Aber was führt Sie in Ihrer dienstfreien Zeit her?
LESTRADE: Woher wissen Sie, dass ich nicht im Dienst bin?
HOLMES: Nun, seit Sie angekommen sind, haben Sie über vierzig Prozent Ihrer Kommentare an meine Karaffe gerichtet. (Er zeigt zu einer Whisky Karaffe auf einem Tisch links von ihm) Watson, geben Sie dem Inspektor, was er so zweifelsohne will.
WATSON: Also, Lestrade, was können wir für Sie tun?
LESTRADE: Oh, ich bin nicht geschäftlich hier. Ich dachte einfach, ich könnte mal … vorbeischauen.
WATSON: Ein Besuch aus Höflichkeit? (Er geht zu Lestrade und gibt ihm das Glas)
LESTRADE: Ja, natürlich, einfach um Ihnen ein frohes Fest zu wünschen.
LESTRADE: Frohe Weihnachten?
HOLMES: Frohe Weihnachten.
WATSON: Frohe Weihnachten.
MRS WATSON: Frohe Weihnachten.
HOLMES: Gott sei Dank ist das vorbei. Nun, Inspektor, welcher eigenartige Fall zwingt Sie zu mir zu kommen und bringt Sie dennoch in Verlegenheit?
LESTRADE: Wer hat gesagt, dass etwas passiert ist?
HOLMES: Sie – auf jede Art und Weise, die an wörtliche Rede angrenzt.
WATSON (einen Finger hebend): Ah-ah-ah-ah-ah, Holmes? Sie liegen falsch.
HOLMES (lächelt) Dann berichtigen Sie mich, Doktor.
WATSON: Er wollte keinen Drink … (er nimmt das Glas von Lestrade und dreht es um zu zeigen, dass es leer ist) … er brauchte einen. Er ist nicht verlegen; er hat Angst.
HOLMES: Mein Boswell lernt. Sie werden so schnell erwachsen.
HOLMES: Watson, stellen Sie den Mut Scotland Yards wieder her!
HOLMES: Inspektor, setzen Sie sich doch.
LESTRADE (den Stuhl anhebend und neben Watsons stellend, so dass er Holmes von seinem Platz aus sieht): Ich – Ich habe keine Angst, um genau zu sein.
HOLMES: Angst ist Weisheit im Angesicht der Gefahr. Es ist nichts wofür man sich schämen müsste.
LESTRADE: Danke.
HOLMES: Also, von Anfang an.
BRAUT: Du!
MAN: Nein! Bitte!
BRAUT: Du?!

HOLMES: Einen Moment.
HOLMES: Wann war das?
LESTRADE: Gestern Morgen.
HOLMES: Das Gesicht der Braut. Wie wurde es beschrieben?
LESTRADE: Weiß wie der Tod.
LESTRADE: … ihr Mund, eine blutrote Wunde.
HOLMES: Poesie oder Wahrheit?
LESTRADE: Viele würden sagen, das ist dasselbe.
HOLMES: Ja, Idioten. Poesie oder Wahrheit?
LESTRADE: Ich habe ihr Gesicht selbst gesehen. Danach.
HOLMES: Nach was?
BRAUT: Du? (Sie hält einen Moment inne.) Oder ich?

HOLMES: Wirklich, Lestrade. (Er durchquert den Raum wieder, um auf seinem Stuhl Platz zu nehmen.) Eine Frau pustet sich öffentlich das eigene Gehirn weg und Sie brauchen Hilfe den Schuldigen zu finden. Ich befürchte Scotland Yard hat einen neuen Tiefpunkt erreicht.
LESTRADE: Das ist nicht weshalb ich hier bin.
HOLMES: Das nahm ich an.
WATSON: Wie war ihr Name, der der Braut?
LESTRADE: Emelia Ricoletti. Gestern war ihr Hochzeitstag. Selbstverständlich wurde die Polizei gerufen und ihre Leiche in die Leichenhalle gebracht. (Er nimmt einen Schluck.)
HOLMES: Standardverfahren. Warum erzählen Sie uns, was angenommen werden kann?
LESTRADE: Wegen dem was dann geschah.
LESTRADE (Offkommentar): Limehouse, nur ein paar Stunden später.
LESTRADE: Thomas Ricoletti, Emelia Ricolettis Ehemann.
HOLMES: Wahrscheinlich auf seinem Weg zur Leichenhalle um ihre Überreste zu identifizieren.
LESTRADE: Wie sich herausgestellte, konnte er sich diesen Weg sparen.
BRAUT (singend) ♪ Vergiss mich nicht …
BRAUT: ♪ … vergiss mich nicht …
BRAUT: ♪ … Denk an das Mädchen …
RICOLETTI: Wer sind Sie?
BRAUT: ♪ Das Mädchen von der Mühle …
RICOLETTI (sie übertönend) Warum tun Sie das? Sagen Sie mir, wer Sie sind!
BRAUT: Du erkennst unser Lied, mein Liebling? Ich habe es auf unserer Hochzeit gesungen.
RICOLETTI: Emelia?! (Er stottert.) Du bist tot. Du kannst nicht hier sein. Du bist gestorben.
BRAUT (ihn anlächelnd): Bin ich nicht hübsch, Thomas? So hübsch wie an dem Tag, als du mich geheiratet hast?
PC RANCE (nervös) Was zur Hölle ist hier los?
BRAUT: Wie sieht es aus, mein schöner Freund?
BRAUT: Es ist eine Schrotflinten-Hochzeit.
HOLMES: Bis der Tod uns scheidet. Zweimal, in diesem Fall.
WATSON: Außergewöhnlich.
MRS WATSON: Unmöglich!
HOLMES (aufstehend): Ausgezeichnet. Selbstmord als Straßentheater; ermordet von einer Leiche. Lestrade, Sie verwöhnen uns. Watson, Hut und Mantel!
WATSON (auch aufstehend) Wohin gehen wir?
HOLMES (außerhalb des Wohnzimmers): In die Leichenhalle. Wir dürfen keine Zeit verlieren …
HOLMES: … was so selten über eine Leichenhalle gesagt werden kann.
MRS WATSON: Und ich soll nur hier sitzen bleiben?
WATSON: Ganz und gar nicht, meine Liebste. (Er lehnt sich runter und gibt ihr einen Stups unter ihr Kinn) Wir werden später Hunger haben!
WATSON: (er sieht an sich herunter.) Tweeds, in einer Leichenhalle?
HOLMES: Ob Sie wollen oder nicht, Watson.
LESTRADE: Ma’am.
MRS WATSON (aufstehend): Ich bin Teil der Kampagne, wissen Sie.
LESTRADE (dreht sich wieder zu ihr): Oh ja? Eine Kampagne?
MRS WATSON: Frauenwahlrecht.
LESTRADE: Und sind Sie – sind Sie dafür oder dagegen?
MRS WATSON (streng zur Treppe zeigend): Raus.
MRS HUDSON: Ooh-ooh!
MRS HUDSON: Oh. Sie sind wieder verschwunden, nicht? Ich weiß nicht – was für ein Leben diese Gentlemen führen.
MRS WATSON (bitter): Ja. Diese Gentlemen.
MRS HUDSON: Oh, kümmern Sie sich nicht drum. Ohh, fast vergessen.
MRS HUDSON: Das kam für Sie.
MRS WATSON: Oh!
Eine Seite zeigt einfach:
M
Auf der anderen Seite steht:
Sofort

MRS WATSON: Mrs Hudson, sagen Sie meinem Mann es wird spät. Ich habe dringende Angelegenheiten zu erledigen.
MRS HUDSON: Ist alles in Ordnung?
MRS WATSON: Oh, Sie wissen schon, nur ein … Freund in Not.
MRS HUDSON: Oje. Welcher Freund?
MRS WATSON: England.
MRS HUDSON: Nun ja, das ist nicht sehr genau.

HOLMES: Wer hat Dienst in der Leichenhalle?
LESTRADE: Sie wissen wer.
HOLMES (verärgert): Immer er.

HOLMES: Bitte sagt mir, welcher Idiot das getan hat!
ANDERSON: Es ist zur Sicherheit aller.
WATSON: Diese Frau ist tot. Die Hälfte ihres Kopfes fehlt! Sie ist für niemanden eine Bedrohung!
ANDERSON: Sagen Sie das ihrem Mann. Es liegt unter einem Tuch dort drüben.
HOLMES: Was auch immer letzte Nacht in Limehouse passiert ist, ich denke wir können sicher davon ausgehen, dass es nicht das Werk einer Toten war.
ANDERSON: Seltsamere Dinge sind schon passiert.
HOLMES: So wie?
ANDERSON (zögernd): Nun …. seltsame Dinge.
WATSON: Sie reden wie ein Kind.
HOLMES (auf die Leiche schauend): Das ist eindeutig die Arbeit eines Mannes. Wo ist er?
NEUANKÖMMLING: Holmes.
HOLMES: Hooper.
HOOPER: Sie – zurück an die Arbeit.
HOOPER: Also, gekommen um uns mit Ihren Zaubertricks zu beeindrucken, nehme ich an.
HOLMES: Gibt es etwas auf das Sie meine Aufmerksamkeit lenken wollen?
HOOPER: Ganz und gar nicht, Mister Holmes. Sie können gehen wann immer Sie wollen.
LESTRADE: Doktor Hooper, Ich habe Mister Holmes gebeten herzukommen. Ko-operieren Sie. Das ist ein Befehl.
HOOPER: Es gibt zwei Zeichen, die ‚höchst interessant’ sind, wie Sie es immer in Doktor Watson’s Geschichten ausdrücken.
HOLMES: Das sage ich nie.
WATSON: Sie tun es eigentlich recht oft.
HOOPER: Zuerst einmal ist das definitiv Emelia Ricoletti. Sie wurde kategorisch identifiziert. Sie ist es ohne Zweifel.
WATSON: Wer war es dann letzte Nacht in Limehouse?
HOOPER: Das war auch Emilia Ricoletti.
WATSON: Das ist unmöglich. Sie war tot. Sie war hier.
HOOPER: Sie wurde von ihrem eigenen Mann eindeutig identifiziert, Sekunden bevor er starb. Er hatte keinen Grund zu lügen. Er konnte wohl kaum falsch liegen.
LESTRADE: Der Kutscher erkannte sie auch. Es steht außer Frage, dass sie es ist.
WATSON: Aber sie kann nicht zur gleichen Zeit an zwei verschiedenen Orten gewesen sein, oder?
HOLMES: Nein, Watson. Ein Ort ist grundsätzlich das Limit für die kürzlich Verstorbene.
WATSON: Holmes, könnten es Zwillinge gewesen sein?
HOLMES: Nein.
WATSON: Wieso nicht?
HOLMES: Weil es nie Zwillinge sind.
LESTRADE: Emilia war weder ein Zwilling, noch hatte sie irgendwelche Schwestern. Sie hatte einen älteren Bruder, der vor vier Jahren starb.
WATSON: Vielleicht war es ein geheimer Zwilling.
HOLMES: Ein was?
WATSON [präzise]: Ein geheimer Zwilling?
WATSON: Hmm? Verstehen Sie? Ein Zwilling, über den niemand etwas weiß. Diese ganze Angelegenheit könnte geplant worden sein.
HOLMES: Seit dem Moment der Empfängnis? Wie atemberaubend vorausschauend von ihr! Es sind niemals Zwillinge, Watson.

WATSON: Was ist dann Ihre Theorie?
HOLMES [dreht sich zu Lestrade um]: Wichtiger ist noch, was Ihr Problem ist.

LESTRADE: I-Ich verstehe nicht. Was…
HOLMES: Wieso waren Sie so verängstigt? Bis jetzt hat nichts Ihren Angriff auf meinen Dekanter gerechtfertigt und wieso haben Sie es gestattet, eine tote Frau unter Arrest zu stellen?

HOOPER: Ah, das wäre dann die andere, interessante Besonderheit.
WATSON: Ah, verschmiertes Blut an ihrem Finger. Das könnte auf vielen Wegen passiert sein.
HOOPER: Allerdings.
HOOPER: Da ist noch eine Sache. Es war vorher nicht da.
LESTRADE: Genau sowenig wie das.
Ein einzelnes Wort wurde an die Wand gemalt, augenscheinlich mit Blut.
DU
Watson: Holmes!
HOLMES [sanft, das Wort an der Wand anstarrend]: Waffe im Mund, eine Kugel durch das Gehirn, den Hinterkopf sauber weggeblasen. Wie könnte er überleben?

WATSON: Sie meinen sie.
HOLMES [fixiert noch immer die Wand]: Wie bitte?
WATSON: Nicht „er“, „sie“.
HOLMES [gedankenverloren] Ja, ja, natürlich.
HOLMES [etwas normaler, dreht sich zu den anderen]: Nun, ich danke Ihnen allen für einen faszinieren Fall. [Er schaut Lestrade an] Ich werde Ihnen ein Telegramm senden, wenn ich ihn gelöst habe. Watson?
WATSON: Err, die Schusswunde war offensichtlich die Todesursache, aber es gibt klare Anzeichen einer Tuberkulose. Könnte eine Obduktion wert sein. Wir benötigen alle Informationen, die wir bekommen können.
HOOPER: Oh, ist er nicht aufmerksam sobald Papi gegangen ist?
WATSON [ruhig]: Ich bin in einigen Dingen aufmerksam, genauso wie Holmes in
anderen ziemlich blind ist.
HOOPER [sarkastisch]: Wirklich?
WATSON [ruhig]: Ja. Wirklich. [schaut Hooper demonstrativ an] Erstaunlich, was
man tun muss, um in einer Männerdomäne voranzukommen.

ANDERSON: Wieso sagt er das?
HOOPER [streng]: Zurück an die Arbeit.

KUTSCHE. Watson schaut zu seinem Freund hinüber.
WATSON: Nun, Holmes. Sie müssen doch sicherlich eine Theorie haben.
HOLMES: Noch nicht. Dies sind tiefe Gewässer, Watson. Tiefe Gewässer. Und ich
sollte noch tiefer gehen.

Überschriften verschiedener Zeitungsartikel, die über den Bildschirm wandern.
• Aussage des Kutschers: „Es war Mrs Ricoletti“
• Entsetzlicher Mord im West End! Furchtbares Ende eines Peer.
• Alarmierende Entdeckung in Islington. Leiche eines Schiffskapitäns in Kapelle gefunden
• Manchester Schiffskanal in Eastham
• „Geist“ identifiziert?
• Kutscher behauptet: „Es war Mrs. Ricoletti“
• Wer wird der nächste sein? In den berüchtigten „Brautmorden“.
• Scotland Yard ratlos
• Mysteriöser Tod von Viscount Hummersknot
• Der mysteriöse Tod von Viscount Hummersknot hat Fragen hinterlassen.
• Inspector Lestrade vom Scotland Yard weigerte sich zu sagen, ob der Tod des Peers etwas mit dem …
Der Rest des Textes verschwindet auf dem Bildschirm.

LESTRADE: Jetzt sind es fünf, immer dasselbe, jeder einzelne von ihnen.
HOLMES [schaut nicht von seinem Buch hoch]: Ruhe, bitte! Dies ist eine Angelegenheit von höchster Wichtigkeit.
LESTRADE: Was ist?
HOLMES: Die Schieflage der Ekliptik. Ich muss es verstehen.
LESTRADE: Was ist das?
HOLMES: Ich weiß es nicht, ich versuche noch es zu verstehen.
LESTRADE: Ich dachte, Sie hätten alles verstanden.
HOLMES: Natürlich nicht. Das wäre ein entsetzlicher Verlust von Hirnkapazität. Ich spezialisiere mich.
LESTRADE: Was ist denn dann so wichtig daran?
HOLMES [laut, schaut Lestrade ärgerlich an] Was ist an fünf langweiligen Morden so wichtig?
LESTRADE: Sie sind nicht langweilig! Fünf tote Männer! In ihren eigenen Häusern ermordet; Reis auf dem Boden, wie bei einer Hochzeit; und das Wort DU mit Blut an die Wand geschrieben!
LESTRADE: Uh, sie ist es, sie ist es! Es ist, es ist die Braut. Irgendwie ist sie wieder auferstanden.
HOLMES [locker]: Gelöst.
LESTRADE [verärgert]: Sie können es nicht gelöst haben!
HOLMES [stoppt und dreht sich um, um ihn anzusehen]: Natürlich habe ich es
gelöst. Es ist vollkommen einfach. Über den Vorfall der mysteriösen Mrs. Coletti, der Mörderin jenseits ihres Grabes, wurde in der gängigen Presse wild berichtet. Nun verkleiden die Menschen ihre langweiligen, kleinen Morde als das Werk eines Geistes, um das unglaublich idiotische Scotland Yard zu verwirren. Da haben Sie es: gelöst.

HOLMES: Besuchen Sie Mrs. Hudson, wenn Sie gehen. Sie mag es, sich involviert zu fühlen.
LESTRADE: Sind Sie sicher?
HOLMES: Allerdings. Gehen Sie. Watson! Ich bin fertig. Holen Sie sich Ihren Hut und Ihre Stiefel. Wir haben einen wichtigen Termin.
LESTRADE: Ist Dr. Watson nicht vor einigen Monaten ausgezogen?
HOLMES: Ist er, oder? Mit wem habe ich die ganze Zeit gesprochen?
LESTRADE: Nun, wenn ich für das unglaublich idiotische Scotland Yard sprechen darf… dieser Stuhl ist definitiv leer.

Die Tür geht auf und ein Dienstmädchen kommt herein.
WATSON: Ah, wo sind Sie gewesen?
JANE: Entschuldigen Sie, Sir, Ich habe mich an diesem Morgen ziemlich verspätet.
WATSON: Sind Sie zu unfähig, ein Ei zu kochen? [Er seufzt] Das Feuer wird kaum angezündet, überall ist Staub und Sie hätten fast meine Stiefel zerstört, als Sie den Dreck abgekratzt haben. Wenn es nicht die Angelegenheit meiner Frau wäre, mit dem Personal zu reden, so würde ich selbst mit Ihnen sprechen. Wo ist meine Frau?

JANE: Ich bitte um Verzeihung, Sir, aber die Mrs. ist ausgegangen.
WATSON: Ausgegangen? Zu dieser frühen Morgenstunde?
JANE: Ja, Sir, wussten Sie das nicht, Sir?
WATSON: Wo ist sie hingegangen? Sie geht in letzter Zeit immer aus.
JANE [lacht sanft]: Genau wie Sie.
JANE: …Sir.
WATSON: Wie bitte?
JANE: Ich beobachte nur, Sir.
WATSON: Nun, das reicht jetzt. Niemand hat Sie um Ihre Beobachtung gebeten.
JANE: Entschuldigung, Sir. Ich meinte nur, dass Sie beide kaum noch zusammenzu Hause sind.
WATSON: Sie sind ziemlich unverschämt. Ich sollte mit meiner Frau sprechen, damit sie sich mit Ihnen unterhält.
JANE: Sehr gut, Sir. Wann werden Sie sie sehen?
WATSON: Jetzt hören Sie mal zu…
JANE: Ooh, ich habe es fast vergessen, Sir.
JANE: Ein Telegramm ist für Sie angekommen.
WATSON: Sie haben es vergessen?!
JANE: Nein, ich habe es fast vergessen.
WATSON [schnappt sich das Telegramm von ihr]: Was haben Sie den ganzen Morgen über getan?
JANE: Ich habe das Neuste von Ihnen in „The Strand“ gelesen, Sir.
WATSON: Hat es Ihnen gefallen?
JANE: Warum erwähnen Sie mich nie, Sir?
WATSON: Gehen Sie weg!

Dr. John Watson
Kommen Sie sofort!
Ob es Ihnen passt oder nicht,
kommen Sie trotzdem.
Holmes

WATSON: Die was, der was?
HOLMES: Die Schiefe der Ekliptik.
WATSON: „Kommen Sie sofort“ haben Sie geschrieben. Ich habe angenommen, das es wichtig ist.
HOLMES: Das ist es auch. Es ist die Neigung des Äquators zur Laufbahn der Sonne auf der himmlischen Ebene.
WATSON: Haben Sie gebüffelt?
HOLMES: Wieso sollte ich das tun?
WATSON: Um intelligent zu klingen.
HOLMES: Ich bin intelligent.
WATSON: Oh, das sehe ich.
HOLMES: Was sehen Sie?
WATSON: Ich folgere daraus, dass wir auf dem Weg sind um jemanden zu treffen der intelligenter ist als Sie.
HOLMES [nach einer kurzen Pause]: Halten Sie den Mund.

Der Diogenes Club. Im Inneren; ein Glasschild mit der Aufschrift „Absolute Ruhe“ hängt über der Rezeption.

HOLMES [Gebärdensprache]: Guten Morgen, Wilder. Ist mein Bruder hier?
WILDER [nickt, Gebärdensprache]: Natürlich, Sir. Es ist Frühstückszeit.
HOLMES [Gebärdensprache]: Im Fremdenzimmer?
WILDER [nickt, Gebärdensprache] Ja, Sir.
HOLMES [zeigt auf Watson, Gebärdensprache]: Dieser Gentleman ist mein Gast.

Hier endet Vanessas Abschnitt.

Ab hier übersetzt Jules.
Wilder sieht Watson an und signalisiert in Gebärdensprache:
Ah ja! Dr Watson, natürlich. »Der blaue Karfunkel« hat mir sehr gefallen, sir.
Holmes sieht Watson an und rollt mit den Augen, dann ellbogt er ihn und nickt. Ein wenig nervös wirkend, signalisiert Watson in Gebärdensprache zu Wilder:
Vielen Dank. Ich…bin…froh…dass es Ihnen…gefallen hat. Sie sind sehr…häßlich.
Holmes sieht ihn erstaunt an und Wilder runzelt die Stirn und signalisiert in Gebärdensprache: Verzeihung bitte?
Watson signalisiert in Gebärdensprache: Häßlich. Was Sie über »Der blaue Fischändler« gesagt haben. Sehr häßlich… Ich freue mich, dass Ihnen meine Kartoffel gefallen hat.
Wilder schaut ein wenig verwirrt und wirft Holmes einen verunsicherten Blick zu. Dieser lächelt Watson kläglich an und signalisiert ihm in Gebärdensprache:
Ja. Da braucht es noch etwas an Arbeit, Watson. Zu viel Zeit mit Tanzstunden verbracht.
WATSON (laut): Entschuldigung, was?
WATSON: Oh.

MYCROFT HOLMES: Für jeden, der gerne die Menschheit studiert, ist dies der Platz.
HOLMES: Wirklich praktisch, da Dein sich ewig ausbreitendes Hinterteil dauerhaft darauf klebt. Guten Morgen, Bruder mein.
MYCROFT HOLMES (immer noch seinen letzten Bissen kauend): Sherlock, Doktor Watson.
WATSON: Sie sehen.. gut aus, sir.
MYCROFT HOLMES: Wirklich? Ich dachte eher, ich sähe gewaltig aus.
WATSON: Naja, nun da Sie es erwähnen, ist diese Menge von Verzehr extrem schädlich für Ihre Gesundheit. Ihr Herz…
HOLMES: Kein Grund, sich in der Hinsicht Sorgen zu machen, Watson.
WATSON: Nein?
HOLMES: Wo sich dieses Organ befinden sollte, gibt es einzig eine große Lücke.
MYCROFT HOLMES: Das liegt in der Familie.
HOLMES: Oh, das sollte keine Kritik sein.
WATSON: Wenn Sie so weitermachen, sir, gebe ich Ihnen höchstens noch fünf Jahre.
MYCROFT HOLMES: Fünf? Wir dachten drei, nicht wahr, Sherlock?
HOLMES: Ich neige immer noch zu vier.
MYROFT HOLMES: Wie üblich siehst du es zwar, aber nimmst es nicht wahr. Beachte die Verfärbung im Weiß meiner Augen, die sichtbaren Fettringe um meine Hornhäute…
HOLMES: Ja, Du hast Recht. Ich ändere meine Wette auf drei Jahre, vier Monate und elf Tage.
WATSON: Eine Wette?!
HOLMES: Ich verstehe Ihre Missbilligung, Watson, aber wenn er sich wettkämpferisch fühlt, bringt er es mit Sicherheit fertig, früher zu sterben.
MYCROFT HOLMES: Das ist ein Risiko, das Du eingehen must.
WATSON: Sie spielen mit Ihrem eigenen Leben?
MYCROFT HOLMES: Warum nicht? Das ist so viel aufregender, als mit dem von Anderen zu spielen.
HOLMES: Genau drei Jahre, wenn Du diesen Plum Pudding isst.
MYCROFT HOLMES: Schon geschehen.
MYCROFT HOLMES: Ich hatte erwartet, Dich vor ein paar Tagen zu sehen wegen dem Herrenhaus-Fall. Ich dachte, Du würdest dort an Deine Grenzen stoßen.
HOLMES: Nein, den habe ich gelöst.
MYCROFT HOLMES: Es war natürlich Adams.
HOLMES: Ja, es war Adams.
MYCROFT HOLMES (an Watson): Mörderische Eifersucht. Er hatte einen Artikel für die Königliche Astronomische Gesellschaft geschrieben über die Unregelmäßigkeit der Ekliptik. Dann hat er einen anderen gelesen, welcher seinen zu übertreffen schien.
HOLMES: Ich weiß. Ich habe ihn gelesen.
MYCROFT HOLMES: Hast Du ihn verstanden?
HOLMES (mit einem Seitenblick zu Watson): Ja, natürlich habe ich ihn verstanden. Er war absolut simpel.
MYCROFT HOLMES: Nein – hast du die mörderische Eifersucht verstanden? Es ist keine einfache Sache für einen großen Geist, einen noch größeren zu betrachten.
HOLMES: Hast Du mich herbestellt nur um mich zu erniedrigen?
MYCROFT HOLMES: Ja.
MYCROFT HOLMES: Natürlich nicht, aber dabei handelt es sich bei Weitem um das größere Vergnügen.
HOLMES: Würde es Dir dann estwas ausmachen, zu erklären, warum genau Du mich herbestellt…
MYCROFT HOLMES (spricht über ihn drüber): Unsere Lebensart wird von einem unsichtbaren Feind bedroht, einem der täglich an unserem Ellbogen schwebt. Diese Feinde sind überall, unerkannt und unbesiegbar.
WATSON: Sozialisten?
MYCROFT HOLMES: Nein, nicht Sozialisten, Doktor.
WATSON: Anarchisten?
MYCROFT HOLMES: Nein.
WATSON: Die Franzosen? Die Suffragetten?
MYCROFT HOLMES: Gibt es irgend eine größere Gruppe von Menschen, über die Sie Sich keine Gedanken machen?
HOLMES: Doktor Watsons Wachsamkeit kennt keine Grenzen. (Er sieht seinen Bruder an.) Erläutere es.
MYCROFT HOLMES: Nein. Ermittle. Es ist eine Vermutung von mir und Du sollst sie mir bestätigen. Ich schicke Dich auf einen Fall.
WATSON: Die Schotten.
HOLMES: Schotten?!
MYCROFT HOLMES: Sind Ihnen die neuen Theorien über das, was man als ‚Paranoia‘ bezeichnet bekannt?
WATSON: Ooh, klingt Serbisch.
MYCROFT HOLMES (an Holmes): Eine Frau wird bei Dir vorsprechen – Lady Carmichael. Ich möchte, dass Du ihren Fall übernimmst.
WATSON: Aber diese Feinde: Wie sollen wir sie besiegen, wenn Sie uns nichts über sie erzählen?
MYCROFT HOLMES: Wir besiegen sie nicht. Wir müssen mit Gewissheit gegen sie verlieren.
WATSON: Warum?
MYCROFT HOLMES: Weil sie im Recht sind und wir im Unrecht.
HOLMES: Lady Carmichaels Fall – worum geht es?
MYCROFT HOLMES: Oh, keine Sorge, er hat einige interessante Aspekte.
HOLMES: In Wirklichkeit sage ich das nie.
WATSON: Sie sagen das wirklich.
HOLMES (an Mycroft): Und Du hast ihn bereits gelöst, nehme ich an?.
MYCROFT HOLMES: Nur in meinem Kopf. Ich brauche Dich für die, äh… (er zieht eine Grimasse)…Beinarbeit.
WATSON: Warum sagen Sie uns nicht einfach Ihre Lösung?
MYCROFT HOLMES: Wo würde da die Unterhaltung bleiben? Wirst Du es tun, Sherlock? Ich kann Dir eine vortreffliche Ablenkung versprechen.
HOLMES: Unter einer Bedingung. Iss noch einen Plum Pudding.
MYCROFT HOLMES: Da ist einer auf dem Weg.
HOLMES: Zwei Jahre, elf Monate und vier Tage.
MYCROFT HOLMES: Jetzt wird es spannend!
(Watson bemerkt, dass Holmes geht und steht auf, um ihm zu folgen. )
MYCROFT HOLMES: Tick tack, tick tack, tick tack.

MYCROFT HOLMES: Danke, Wilder.
WILDER: Außerdem Mr. Melas, der Sie sprechen möchte, Mr. Holmes.
MYCROFT HOLMES: Ah. Geben Sie mir fünf Minuten. Ich muss eine Wette gewinnen.
MYCROFT HOLMES: Sagen wir lieber fünfzehn.
MYCROFT HOLMES: Tick tack.

LADY CARMICHAEL: Mr Holmes, ich bin gekommen, um Ihren Rat zu suchen.
HOLMES: Der ist leicht zu haben.
LADY CARMICHAEL: Und Ihre Hilfe.
HOLMES: Die nicht immer so leicht.
LADY CARMICHAEL: Es ist etwas geschehen, Mr Holmes – etwas… Seltsames und… Entsetzliches.
HOLMES: Dann haben Sie Glück.
LADY CARMICHAEL: ‚Glück‘?
HOLMES (sie anlächelnd): Jenes sind meine Spezialgebiete.
HOLMES: Das ist wirklich sehr vielversprechend.
WATSON: Holmes…
HOLMES: Bitte, sagen Sie uns was Sie so verstört hat.
LADY CARMICHAEL: Ich – Ich habe lange und gründlich darüber nachgedacht was ich tun soll, aber dann, uh, kam es mir in den Sinn, dass mein Mann ein Bekannter Ihres Bruders ist, und dass vielleicht durch ihn…
LADY CARMICHAEL: Tatsächlich bin ich mir nicht sicher ob dies in Ihren Tätigkeitsbereich fällt, Mr Holmes.
HOLMES: Nein?
LADY CARMICHAEL: Gott hilf mir, ich glaube es könnte ein Fall für einen Priester sein.
RÜCKBLENDE. In dem riesigen Esszimmer ihres vornehmen Heims sitzen Sir Eustace Carmichael und seine Frau gerade beim Frühstück, zusammen mit ihren zwei Kindern im Schulalter, einem Mädchen und einem Jungen.
SIR EUSTACE: Und was droht Dir an diesem Morgen, mein Schatz?
SIR EUSTACE: Eine vehemente Runde Sticken? Ein anstrengender Termin beim Hutmacher?
LADY CARMICHAEL: Ich hoffe, Du willst mich bloß necken, Eustace.
LADY CARMICHAEL: Was hast Du?
LADY CARMICHAEL: Eustace?
LADY CARMICHAEL: Daniel, Sophie, geht nach draußen spielen.
SOPHIE: Aber Mama…
LADY CARMICHAEL: Tut was ich Euch sage. Schnell jetzt.
LADY CARMICHAEL: Eustace! Was hat das zu bedeuten?
SIR EUSTACE: Tod.
LADY CARMICHAEL: Was?
SIR EUSTACE: Es bedeutet den Tod.
SIR EUSTACE: Uh, nichts. Es, uh, es ist nichts. Ich habe mich geirrt.
LADY CARMICHAEL: Mein Liebster, Du bist ganz blass geworden.
SIR EUSTACE: Es ist nichts.
LADY CARMICHAEL: Eustace…

221B WOHNZIMMER.
HOLMES: Haben Sie den Briefumschlag aufbewahrt?
LADY CARMICHAEL: Mein Mann hat ihn vernichtet…
LADY CARMICHAEL: … aber es stand nichts darauf. Kein Name oder irgendeine Adresse.
HOLMES: Sagen Sie, hat Sir Eustace einmal Zeit in Amerika verbracht?
LADY CARMICHAEL: Nein.
HOLMES: Auch nicht vor Ihrer Ehe?
LADY CARMICHAEL: Nun, nicht dass ich wüsste.
HOLMES: Hmm. Bitte fahren Sie fort mit Ihrer faszinierenden Erzählung. (Er lehnt die Fingerspitzen vor dem Mund aneinander.)
LADY CARMICHAEL: Nun, dieser Zwischenfall fand letzten Montag Morgen statt. Es geschah zwei Tage später, am Mittwoch, dass mein Mann sie zum ersten Mal sah.
WATSON: Wen?

RÜCKBLENDE. NACHTS.

LADY CARMICHAEL: Eustace?
SIR EUSTACE: Sie kommt, mich zu holen, Louisa. Oh, Gott hilf mir, meine Sünden haben mich eingeholt.
LADY CARMICHAEL: Wer kommt, Dich zu holen?
LADY CARMICHAEL: Eustace, Du machst mir Angst.
SIR EUSTACE Sieh! Sieh!
SIR EUSTACE: Siehst Du sie nicht?
LADY CARMICHAEL: Nein, nein. Ich sehe Niemanden.
SIR EUSTACE: Fort.
LADY CARMICHAEL: Du hast so viele Geheimnisse vor mir. Ist dies ein weiteres? Wen hast Du gesehen?
SIR EUSTACE: Sie war es. Es war die Braut.

In 221B.
HOLMES: Und Sie haben nichts gesehen?
LADY CARMICHAEL: Nichts.
HOLMES: Hat Ihr Ehemann erklärt…
LADY CARMICHAEL: Nichts – bis heute morgen.

FLASHBACK. Es ist Nacht.
LADY CARMICHAEL (ruft laut): Eustace!
LADY CARMICHAEL: Eustace?!
LADY CARMICHAEL: Eustace?
LADY CARMICHAEL: Eustace!
LADY CARMICHAEL: Ah!
LADY CARMICHAEL: Verdammt!
LADY CARMICHAEL: Eustace! Wo bist Du? Ich bin es!
Die Braut (offscreen): ♪ Vergiss mich nicht, vergiss mich nicht…
(Lady Carmichael kommt zurück auf die Füße nachdem sie gestürzt war.)
Die Braut (offscreen): ♪ Erinnere dich an das Mädchen (Jungfer), das Mädchen von der Mühle. ♪
LADY CARMICHAEL: Wer sind Sie? Ich ersuche Sie zu sprechen! Wer sind Sie?
(Die Braut neigt den Kopf zur rechten Seite, sagt aber nichts. Lady Carmichael streckt die Hand aus und packt ihren Mann am rechten Arm, um ihn zu sich herumzudrehen.)
LADY CARMICHAEL: Eustace! Rede mit mir!
LADY CARMICHAEL: Um Gottes Willen!
SIR EUSTACE: Sie ist… Sie ist Emelia Ricoletti.
SIR EUSTACE (verzweifelt): Nein. Nicht Du. Nein!
SIR EUSTACE (verängstigt): Bitte!
Die Braut: Heute Nacht, Eustace Carmichael, wirst … Du … sterben.

WATSON: Holmes?
HOLMES: Still, Watson.
WATSON (raunt aus dem Mundwinkel): Aber Emelia Ricoletti, die Braut!
LADY CARMICHAEL: Sie kennen den Namen.
HOLMES: Sie müssen Watson vergeben. Er besitzt einen Enthusiasmus das Offensichtliche kundzutun, der an Manie grenzt.
HOLMES (an Lady Carmichael gewandt): Darf ich fragen: Wie geht es Ihrem Mann heute Morgen?
LADY CARMICHAEL: Er weigert sich über die Angelegenheit zu sprechen. Natürlich habe ich ihn dazu gedrängt, das Haus zu verlassen.
HOLMES: Nein, nein! Er muss genau da bleiben wo er ist.
LADY CARMICHAEL: Also, denken Sie nicht, dass er sich in Gefahr befindet?
HOLMES: Oh doch, jemand versucht tatsächlich ihn umzubringen, aber das ist gut für uns. Man kann keine Falle ohne einen Köder stellen.
LADY CARMICHAEL: Mein Ehemann ist kein Köder, Mr Holmes.
HOLMES: Nein. Aber er könnte es sein, wenn wir unsere Karten richtig ausspielen.
HOLMES: Jetzt hören sie gut zu: Sie müssen sofort nach Hause gehen. Doktor Watson and ich werden Ihnen mit dem nächsten Zug folgen. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Sir Eustace wird heute Nacht sterben.
WATSON: Holmes!
HOLMES: … und wir sollten … das vielleicht verhindern.
WATSON: Definitiv.
HOLMES: Definitiv verhindern.

Der DIOGENES CLUB. Mycroft Holmes befindet sich im Empfangszimmer (The Stranger’s Room).
MYCROFT HOLMES: Mein kleiner Bruder hat den Fall natürlich übernommen. Ich verlasse mich nun darauf dass Sie ein Auge auf die Dinge haben, aber er darf nicht den Verdacht hegen, dass Sie für mich arbeiten. Ist Ihnen das klar, Watson?
MRS WATSON: Sie können sich auf mich verlassen, Mr Holmes.

IM ZUGABTEIL. Holmes und Watson sitzen sich gegenüber an den Fensterplätzen eines ansonsten leeren Abteils.
WATSON: Sie denken also nicht…
HOLMES: Nein, denke ich nicht, und Sie sollten das auch nicht.
WATSON: Sie wissen doch gar nicht, was ich sagen wollte.
HOLMES (seine Augen noch immer geschlossen): Sie wollten vorschlagen, dass vielleicht übernatürliche Kräfte am Werk sind und ich hätte sie ausgelacht.
WATSON: Aber die Braut! Holmes, Emelia Ricoletti, schon wieder. Eine tote Frau, die auf Erden umherwandelt!
HOLMES: Sie erstaunen mich, Watson.
WATSON: Tue ich?
HOLMES: Seit wann haben Sie eine solche Phantasie?
WATSON: Vielleicht seitdem ich die lesende Öffentlichkeit davon überzeugt habe, dass ein prinzipienloser Drogenabhängiger eine Art Gentleman-Held ist.
HOLMES: Ja, jetzt wo Sie es erwähnen, das war ziemlich beeindruckend. (Er senkt für einen Moment nachdenklich den Blick, dann schaut er wieder auf) Aber Sie dürfen dennoch versichert sein, dass es keine Geister auf dieser Welt gibt.
HOLMES (murmelnd): … bis auf diejenigen, die wir uns selbst erschaffen.
WATSON (schaut herum zu ihm): Entschuldigung, was sagten Sie?
WATSON: Geister, die wir uns selbst erschaffen? Was meinen Sie damit?

Bei den Carmichaels.
SIR EUSTACE: Somnambulismus.
WATSON: Ich verstehe nicht?
SIR EUSTACE: Ich bin im Schlaf gewandelt, das ist alles. Das ist ein hinsichtlich bekannter Zustand. Ich dachte, Sie sind Arzt. Die ganze Sache war nur ein böser Traum.
WATSON: Der Inhalt des Umschlages, den Sie erhielten inbegriffen?
SIR EUSTACE: Nun, das war ein grotesker Scherz.
WATSON: Nun, das ist nicht der Eindruck, den Sie ihrer Frau vermittelt haben, Sir.
SIR EUSTACE: Sie ist hysterisch, neigt zum Phantasieren.
HOLMES: Nein.
SIR EUSTACE: Entschuldigung. Was haben Sie gesagt?
HOLMES: Ich sagte nein, sie ist nicht hysterisch. Sie ist eine hochintelligente Frau mit einer außergewöhnlichen Wahrnehmung.
SIR EUSTACE: Meine Frau erkennt in Orangenkernen eine Bedrohung.
HOLMES (tritt näher): Ihre Frau kann Welten sehen wo sonst niemand irgendetwas von Wert erkennen würde.
SIR EUSTACE (sarkastisch): Kann sie das wirklich? Und wie haben Sie das “deduziert”, Mr Holmes?
HOLMES: Sie hat Sie geheiratet.
HOLMES: Ich vermute sie war in der Lage einen Grund dafür zu sehen.
HOLMES: Ich tue mein Bestes um heute Nacht Ihr Leben zu retten, aber zunächst würde es helfen, wenn Sie Ihre Verbindung zu dem Ricoletti Fall erklären könnten.
SIR EUSTACE (zögert leicht bevor er spricht): Ricoletti?
HOLMES: Ja. Im Detail, bitte.
SIR EUSTACE: Ich habe nie von ihr gehört.
HOLMES: Interessant. Ich habe nicht erwähnt dass es sich um eine Frau handelt. Wir finden selbst hinaus.
HOLMES: Ich hoffe Sie am Morgen wieder zu sehen.
SIR EUSTACE: Das werden Sie nicht!
HOLMES: Dann werde ich wohl traurigerweise Ihre Ermordung aufklären. Guten Tag.
WATSON: Nun, Sie haben es versucht.
HOLMES (Diener eine Nachricht gebend): Gehen Sie sicher, dass Lady Carmichael das erhält?
HOLMES: Vielen Dank. Guten Tag.
DIENER: Ja, sir.
WATSON: Was war das?
HOLMES: Lady Carmichael wird heute Nacht allein schlafen und heftige Kopfschmerzen vortäuschen. Alle Türen und Fenster des Hauses werden verschlossen sein.
WATSON: Ah, Sie denken das Gespenst…
WATSON: … äh, die Braut wird erscheinen um Sir Eustace wieder nach draußen zu locken?
HOLMES (zieht seinen Mantel an): Natürlich. Warum sonst die unheilvolle Drohung? “In dieser Nacht werden sie sterben.”
WATSON: Nun, er wird ihr sicherlich nicht folgen?
HOLMES: Es ist schwer zu sagen was er tun wird. Schuld nagt an seiner Seele.
WATSON: Schuld? Woran?
HOLMES: Etwas in seiner Vergangenheit. Die Orangenkerne waren eine Erinnerung.
WATSON (zieht seine Handschuhe an): Kein Witz.
HOLMES: Nicht im Geringsten. Orangenkerne sind eine traditionelle Todesdrohung, ursprünglich aus Amerika. Sir Eustace weiß das nur zu gut, genau so gut wie er weiß wofür er bestraft werden soll.
WATSON (setzt seinen Hut auf): Hat es etwas mit Emelia Ricoletti zu tun.
HOLMES: Ich vermute es. Wir alle haben eine Vergangenheit, Watson.
WATSON: Hmm.
HOLMES: Geister – sie sind die Schatten, die unsere sonnigen Tage verdunkeln. Sir Eustace weiß, dass er ein gebrandmarkter Mann ist.
HOLMES: Es gibt etwas, dass er mehr fürchtet als den Tod. Er glaubt, er soll von der auferstandenen Mrs. Ricoletti in die Hölle geleitet werden.
WATSON: Das ist eine Menge Unsinn, nicht wahr?
HOLMES: Gott, ja. Haben Sie Ihren Revolver dabei?
WATSON: Was würde der gegen einen Geist nützen?
HOLMES: Exakt. Haben Sie ihn dabei?
WATSON: Ja, natürlich.
HOLMES: Dann kommen Sie, Watson, kommen Sie.
HOLMES: Das Spiel hat begonnen!

NACHTS. In einem Gewächshaus im Garten des Wohnsitzes der Carmichaels.
HOLMES: Runter mit Ihnen, Watson, um Himmels Willen!
WATSON (setzt sich schnell): Sorry. Ein Krampf.
WATSON: Sind die, äh, Lichter noch an?
HOLMES : Ja.
HOLMES: Hier geht Sir Eustace.
HOLMES: Und Lady Carmichael. Das Haus schläft.
WATSON: Mmm, guter Gott, das ist die längste Nacht meines Lebens.
HOLMES: Haben Sie Geduld, Watson.
WATSON: Erst Mitternacht.
WATSON: Wissen Sie, es kommt selten vor, dass wir beide so beieinander sitzen.
HOLMES: Das will ich doch hoffen. Uns sitzt ein Mörder im Nacken.
WATSON: Hmm. Zwei alte Freunde, die einfach plaudern, ein Schwätzchen halten…
WATSON: … von Mann zu Mann.
WATSON: Sie ist eine bemerkenswerte Frau.
HOLMES: Wer?
WATSON: Lady Carmichael.
HOLMES: Das andere Geschlecht ist Ihre Abteilung, Watson. Aber ich nehme Sie beim Wort.
WATSON: Nein, Sie mochten sie. Eine “Frau mit außergewöhnlicher Wahrnehmung.”
HOLMES: Und bewundernswerte Hohlfüße. Ich habe sie bemerkt sobald sie den Raum betrat.
WATSON: Huh. Sie ist viel zu gut für ihn.
HOLMES: Denken Sie?
WATSON: Nein, Sie denken das. Ich könnte schwören.
HOLMES: Im Gegenteil, ich habe keine Meinung in dieser Sache.
WATSON: Doch haben Sie.
HOLMES: Die Ehe ist kein Thema dem ich zugetan wäre.
WATSON: Nun, warum nicht?
HOLMES: Was ist los mit Ihnen heute Abend?
WATSON (deutet auf ihn): Die Uhr, die Sie tragen: da ist eine Fotografie in der Innenseite. Ich sah es einmal zufällig…

WATSON: Ich glaube, sie zeigt Irene Adler.
HOLMES (ein wenig verärgert): Von wegen „zufällig“ gesehen. Sie haben gewartet, bis ich eingeschlafen war und dann heimlich reingeschaut.
WATSON: Ja, stimmt.
HOLMES: Haben Sie wirklich gedacht, ich würde das nicht bemerken?
WATSON: Irene Adler.
HOLMES: Respektable Gegnerin; ein höchst bemerkenswertes Abenteuer.
WATSON: Sehr schöne Fotografie.
HOLMES: Was soll das Gerede?
WATSON: Warum wollen Sie partout alleine leben?
HOLMES: Geht’s Ihnen gut, Watson?
WATSON: Ist das wirklich eine so abwegige Frage?
HOLMES: Von einem Wiener Irrenarzt: nein. Von einem pensionierten Feldarzt: ganz gewiss.
WATSON: Holmes, seien Sie versichert, Ich bin Ihr treuester Freund.
HOLMES: Das räume ich ein.
WATSON: Ich versuche gerade, eine einfache Unterhaltung mit Ihnen zu führen.
HOLMES (bestimmt): Lassen Sie’s, bitte.
WATSON (genauso bestimmt): Warum müssen Sie unbedingt alleine bleiben?
HOLMES: Wenn Sie auf ein romantisches Techtelmechtel anspielen, Watson – was ich fast befürchte – wie ich Ihnen schon mehrfach erläutert habe, sind mir derartige Gefühlsregungen zuwider. Sie bringen Chaos in ein empfindliches Räderwerk …
HOLMES and WATSON (almost simultaneously): … wie Sand im Getriebe.
WATSON: Das ist wahr.
HOLMES: Na bitte, da haben Sie’s, verstehen Sie jetzt? Hab ich doch vorher schon gesagt.
WATSON: Nein, ich habe das alles geschrieben. Sie zitieren sich gerade selbst aus dem The Strand Magazin.
HOLMES: Ja, ganz recht.
WATSON: Eben nicht, das sind meine Worte, nicht Ihre! So lasse ich Sie in der Öffentlichkeit erscheinen: das Gehirn ohne Herz; die berechnende Maschine. Ich schreibe all das, Holmes, und der Leser saugt es auf, aber ich kann’s nicht wirklich glauben.
HOLMES: Wirklich, ich habe große Lust, an Ihren Herausgeber zu schreiben.
WATSON: Sie sind ein lebendiger, atmender Mann. Sie leben ihr Leben, Sie haben eine Vergangenheit.
HOLMES: Eine was?!
WATSON: Ich meine, Sie müssen doch …
HOLMES: muss was?
WATSON: Sie wissen schon.
HOLMES: Nein.
WATSON: Erfahrungen.
HOLMES (verärgert): Geben Sie mir den Revolver. Ich habe den dringenden Wunsch, ihn zu benutzen.
WATSON: Ach verdammt, Holmes, Sie sind aus Fleisch und Blut. Sie haben Gefühle. Sie haben … Sie müssen doch auch … ein gewisses Verlangen haben.
HOLMES : Herrgottnochmal. Ich kann’s kaum abwarten, von einem mordlustigen Geist angegriffen zu werden.
WATSON: Als Ihr Freund – als jemand, der … um Sie besorgt ist – was hat sie so gemacht?
HOLMES: Oh, Watson. Nichts hat mich gemacht.
HOLMES: Alles meine eigene Entscheidung.
HOLMES: Rotbart?
WATSON (sieht die Geisterbraut): Grundgütiger!
WATSON: Was sollen wir bloß tun?
HOLMES : Warum plaudern wir nicht ein wenig?
HOLMES (rennt aufs Haus zu und ruft): Mrs Ricoletti, nicht wahr?
HOLMES: Angenehme Nacht für diese Jahreszeit, nicht wahr?
WATSON: Das gibt’s nicht, Holmes. Unmöglich!
HOLMES: Nein, unmöglich.
WATSON: Ist es verschlossen?
HOLMES : Wie gewünscht.
WATSON: Da ist eine Fensterscheibe zerbrochen, nicht wahr?
HOLMES: Es gibt nur eine zerbrochene Fensterscheibe, um die wir uns kümmern müssen.
HOLMES: Bleiben Sie hier, Watson.
WATSON: Wie? Nein!
HOLMES: Alle Türen und Fenster zum Haus sind verschlossen. Das ist der einzige Weg hinaus. Ich brauche Sie hier.
WATSON: Aber es klang so nah, es muss von dieser Seite des Hauses gekommen sein.
HOLMES: Hiergeblieben!
LADY CARMICHAEL: Sie schworen, ihn zu beschützen. Sie haben’s versprochen!
LADY CARMICHAEL: Sie …
LADY CARMICHAEL: Sie haben’s versprochen!

WATSON: Sie sind ein Mensch, ganz sicher. Kann gar nicht anders sein.
WATSON: Macht wenig Sinn, dass wir hier im Dunkeln herumstehen.
WATSON: Immerhin leben wir im 19. Jahrhundert.
BRAUT: Vergiß mich nicht.
BRAUT: Vergiß mich nicht.
HOLMES: Watson!
WATSON : Sie ist hier! Hier unten!
HOLMES: Sagen Sie nicht, dass Sie Ihren Posten verlassen haben!
WATSON: Was? Holmes, sie ist hier! (Er deutet mit seinem Revolver.) Ich sah sie!
HOLMES: Weg, dank Ihnen. Unser Vogel ist ausgeflogen.
WATSON: Nein! Nein, Holmes, nicht was Sie denken. Ich sah sie – den Geist.
HOLMES (furiously): ES GIBT KEINE GEISTER!
WATSON: Was ist passiert? Wo ist Sir Eustace?
HOLMES: Tot.

LESTRADE: Hören Sie, Sie dürfen sich nicht die Schuld daran geben.
HOLMES: Nein, da haben Sie völlig recht.
WATSON: Ich bin froh, dass Sie das so sehen.
HOLMES: Watson ist genauso schuld daran. Unter uns, wir haben den ganzen Fall vermasselt. Ich versprach, den Mann zu beschützen; jetzt liegt er hier mit einem Dolch in seiner Brust.
WATSON : In Wahrheit haben Sie versprochen, seine Ermordung aufzuklären.
HOLMES (wütend): Wenn alles wie geplant gelaufen wäre, wäre das gar nicht nötig gewesen.
LESTRADE: Können Sie uns schon mehr sagen, Doktor?
WATSON: Nun, er wurde mit beachtlicher Gewalt erstochen.
LESTRADE: Also ist es ein Mann.
WATSON: Möglich.
LESTRADE: Eine sehr scharfe Klinge, es könnte also möglicherweise eine Frau gewesen sein.
WATSON (steht verärgert auf und geht auf beide zu): Theoretisch: ja, aber wir wissen ja, wer es war. Ich habe sie gesehen.
HOLMES: Watson.
WATSON (laut): Ich habe das Gespenst selbst gesehen.
HOLMES (verärgert): Nichts haben Sie gesehen. Sie sahen, was Sie sehen sollten.
WATSON: Sie sagten selbst: Mir fehlt jede Vorstellungskraft.
HOLMES: Dann benutzen Sie doch Ihr Gehirn, so wie es ist, um das Unmögliche auszuschließen – in diesem Fall das Gespenst – und untersuchen Sie, was übrigbleibt – in diesem Fall eine derart offensichtliche Lösung, dass selbst Lestrade darauf kommen könnte.
LESTRADE: Vielen Dank auch(!)
HOLMES (wütend zu Watson): Vergessen Sie den Spuk aus dem Jenseits. (Ruhiger) Es gibt nur einen Verdächtigen mit Motiv und Gelegenheit. Vielleicht haben sie sogar eine Nachricht hinterlassen.
LESTRADE: Sie hinterließen tatsächlich eine Nachricht.
HOLMES (zu Watson): Und dann ist da die Geschichte mit dem anderen zerbrochenen Fenster.
LESTRADE: Welches andere zerbrochene Fenster?
HOLMES: Exakt. Es gibt keines. Das einzige zerbrochene Fenster in diesem Gebäude ist das, durch das Watson und ich eingestiegen sind, kurz nachdem wir eindeutig das brechende Glas … was sagten Sie gerade?
LESTRADE: Bitte?
HOLMES: Die Nachricht. Was sagten Sie gerade darüber?
LESTRADE: Ich sagte, der Mörder hinterließ eine Nachricht.
HOLMES: Nein, stimmt nicht.
LESTRADE: Am Dolch steckt eine Nachricht. Müssen Sie doch gesehen haben!
HOLMES (geht zur Leiche): Da ist keine Nachricht.
LESTRADE: Doch!
HOLMES: Als ich die Leiche fand, war keine da.
WATSON: Holmes?
WATSON: Was steht da?
In Großbuchstaben steht auf einem Zettel:
Hast Du mich vermisst?

THE STRANGER’S ROOM des DIOGENES CLUB.
MYCROFT HOLMES: Und, hast Du?
HOLMES: Hast du was?
HOLMES : Wie kommt das in Deine Hände? Es blieb am Tatort.
MYCROFT HOLMES : ‘Tatort‘? Woher nimmst Du bloß diese eigenartigen Bezeichnungen? Vermisst Du ihn?
HOLMES: Moriarty ist tot.
MYCROFT HOLMES: Und doch.
HOLMES: Seine Leiche wurde nie gefunden.
MYCROFT HOLMES: Durchaus erwartungsgemäß, wenn man einen Mathematikprofessor einen Wasserfall hinunterstößt. Reine Vernunft gestürzt durch schieres Melodrama: Dein Leben in Kurzform.
HOLMES : Woher nimmst Du bloß diese eigenartigen Bezeichnungen?
HOLMES: Hast Du zugenommen?
MYCROFT HOLMES: Du hast mich erst gestern gesehen. Hältst Du das für wahrscheinlich?
HOLMES : Nein.
MYCROFT HOLMES : Und doch bin ich hier und habe zugelegt. Was sagt das dem herausragendsten Ermittler Englands?
HOLMES : Englands?
MYCROFT HOLMES: Du steckst tief drin, Sherlock, tiefer als Du es jemals wolltest. Hast Du eine Liste gemacht?
HOLMES: Wovon?
MYCROFT HOLMES: Von allem. Wir werden eine Liste brauchen.
MYCROFT HOLMES: Guter Junge.
HOLMES: Nein. Sie ist noch nicht vollständig.
MYCROFT HOLMES: Moriarty wird Deine Ansicht nicht teilen.
HOLMES: Er versucht, mich in den Wahnsinn zu treiben, mich entgleisen zu lassen.
MYCROFT HOLMES: Ja. Er ist das Sand im Getriebe, das Haar in der Suppe … das Virus im System.
HOLMES: Ich muss dem ein Ende bereiten.
MYCROFT HOLMES: Wenn Moriarty dem Reichenbachfall entkommen ist, wird er nach Dir suchen.
HOLMES: Ich werde bereit sein.
MYCROFT HOLMES (sanft): Ja. (Er sieht zum Gemälde.) Ich befürchte es.

221B Wohnzimmer. An der selben Stelle, aber in seinem Gedankenpalast sitzend öffnet Sherlock die Augen und sieht Zeitungsausschnitte vor sich wirbeln. Er greift danach und liest sie. Einige lauten:

DER TOD DES EUSTACE CARMICHAEL

AUSSAGE DES KUTSCHERS:
”ES WAR MRS RICOLETTI”

ERSCHRECKENDER FUND IN ISLINGTON

EIN WEITERES BRAUT DRAMA

VISCOUNT HUMMERSKNOT TOT
ERBÄRMLICHES ENDE EINER BRILLANTEN KARRIERE
RENOMMIERTER ADELIGER OPFER BOSHAFTER ATTACKEN
SCOTLAND YARD VERBLÜFFT TODESURSACHE
Der mysteriöse Tod des Viscount Hummersknot am vergangenen Mittwoch führte zu Fragen im Oberhaus.
Inspector Lestrade von Scotland Yard verweigerte die Auskunft darüber, ob der Tod des Adeligen im Zusammenhang mit den inzwischen berüchtigten „Braut“ Morden steht.
WER IST DER NÄCHSTE?
Eine seltsame Entdeckung erwartete Miss Eliza Barton am vergangenen Montag. Als sie die Union Kapelle in Islington betrat, in der sie als Putzfrau angestellt ist, fand Miss Barton den erschossenen Captain Leo Masterson, ehemaliges Mitglied der königlichen Marine Ihrer Majestät.
Captain Masterson war nach einem Kopfschuss mittels Gewehr seiner Verwundung erlegen. Mysteriöserweise war die Leiche mit Reis übersät, als ob eine Hochzeit stattgefunden hätte…
[weiterer Text von Holmes’ Daumen verdeckt]

MRS HUDSON: Er ist seit zwei Tagen so.
LESTRADE: Hat er gegessen?
MRS HUDSON : Oh, keinen einzigen Krümel.
LESTRADE: Die Presse hat ihren verdammt großen Tag. Es sind immer noch Reporter vor der Tür.
MRS HUDSON: Sie sind schon die ganze Zeit hier. Ich werde sie nicht los. Ich habe alle Hände voll damit ihnen Tee zu zubereiten.
LESTRADE: Warum bereiten Sie ihnen Tee zu?
MRS HUDSON: Weiß auch nicht. Ich mache es einfach.
LESTRADE: Er sagte, es gibt nur einen Verdächtigen und dann geht er einfach und jetzt erklärt er es nicht.
MRS HUDSON: Was seltsam ist, denn er liebt den Part.
LESTRADE: Er sagte, es wäre so simpel, dass selbst ich es lösen könne.
MRS HUDSON: Ich bin mir sicher, er hat übertrieben.
LESTRADE: Was glauben Sie, was er macht?
MRS HUDSON: Er sagt, er wartet.
LESTRADE: Auf was?
MRS HUDSON: Den Teufel.
MRS HUDSON: Was mich nicht wundern würde. Hier kommen alle möglichen Leute vorbei.
LESTRADE: Nun, sende Sie mir ein Telegramm wenn sich etwas ändert.
MRS HUDSON: Yeah.

MORIARTY (sanft): Alle, was ich zu sagen hätte, ist Dir bereits in den Sinn gekommen.
HOLMES : Und meine Antwort möglicherweise Ihrem.
MORIARTY: Wie eine Kugel.
MORIARTY: Es ist eine gefährliche Angewohnheit geladene Waffen in der Tasche seines Morgenmantels zu tragen. Oder freust Du Dich nur mich zu sehen?
HOLMES: Vergeben Sie mir meine Vorsichtsmaßnahmen.
MORIARTY: Ich wäre beleidigt, wenn Du sie nicht träfst.
MORIARTY: Offensichtlich erwidere ich die Höflichkeit.
MORIARTY: Ich mag Deine Wohnung. Sie riecht so nach …
MORIARTY: … Mann.
HOLMES: Ich bin mir sicher, Sie haben sich bereits früher damit bekannt gemacht.
MORIARTY: Nun, Du bist ja immer unterwegs aufgrund Deiner kleinen Abenteuer für The Strand. Sag mir, reist der Illustrator mit Dir? Musst Du posieren…
MORIARTY: … während Deinen Deduktionen?
HOLMES : Mir sind alle sechs Male, in denen Sie während meiner Abwesenheit in diesen Räumen waren bewusst.
MORIARTY: Ich weiß, dass sie das sind.
MORIARTY : Übrigens, Du hast ein erstaunlich bequemes Bett.
MORIARTY : Wusstest Du, dass Staub zum größten Teil aus menschlichen Hautpartikeln besteht.
HOLMES: Ja.
MORIARTY: Obwohl es anders schmeckt. Du willst Haut frisch … nur ein wenig knusprig.
HOLMES : Möchten Sie sich nicht setzen?
MORIARTY: Das ist eigentlich alles, was Menschen sind: Staub, der darauf wartet verteilt zu werden. Und er kommt überallhin … in jeden Deiner Atemzüge, in jedem Sonnenstrahl tanzend… alles verbrauchte Menschen.
HOLMES : Wie faszinierend.
HOLMES: Möchten Sie sich nicht setzen?
MORIARTY : Menschen, Menschen, Menschen. Können nichts glänzen lassen.
MORIARTY (hantiert mit seiner Waffe): Stört es Dich wenn ich dies abfeuere, nur um es zu reinigen?
MORIARTY: Richtig. Hören wir auf zu spielen. Wir brauchen keine Spielzeuge um uns gegenseitig zu töten. Wo bleibt da die Intimität?
HOLMES: Setzen Sie sich.
MORIARTY: Warum? Was willst Du?
HOLMES : Sie suchten mich auf.
MORIARTY: Nicht wahr. Du weißt, dass das nicht stimmt.
MORIARTY: Was willst Du, Sherlock?
HOLMES: Die Wahrheit.
MORIARTY: Das.
MORIARTY: Wahrheit ist langweilig.
MORIARTY: Du hast nicht erwartet, dass ich am Schauplatz des Verbrechens auftauche, oder? Der arme, alte Sir Eustace. Er bekam, was er verdiente.
HOLMES: Aber Sie können ihn nicht getötet haben.
MORIARTY (sieht ihn an): Oh, na und? Macht das was? Hör auf. Hör hiermit auf. Du interessierst Dich nicht für Sir Eustace, oder die Braut oder irgendwas davon. Es gibt nur eine einzige Sache, die Dich an dieser Angelegenheit interessiert.
HOLMES (flüstert dringlich): Ich weiß, worauf Sie abzielen.
MORIARTY : Die Braut steckte eine Waffe in ihren Mund und schoss sich den Hinterkopf weg, und dann kam sie zurück. Unmöglich.
MORIARTY: Aber sie tat es und Du musst wissen wie. Wie …?
MORIARTY: … nicht wahr? Es nicht zu wissen, bringt Deine Welt zum Einstürzen
HOLMES (angestrengt): Sie versuchen mich aufzuhalten …
HOLMES: … mich abzulenken, mich zum Entgleisen zu bringen.
MORIARTY: Denn, das erinnert Dich an eien anderen Fall, nicht wahr?
MORIARTY: Hat dies nicht alles bereits zuvor stattgefunden? Es gibt nichts Neues unter der Sonne.
MORIARTY: Was war es? Was war es? Welcher Fall war es? Huh? Erinnerst Du DIch?
MORIARTY (flüsternd): Es liegt mir auf der Zunge.
MORIARTY : Es liegt mir auf der Zunge.
HOLMES: Es liegt mir auf der Zunge.
MORIARTY (flüsternd und sich den Lauf seiner Waffe auf die Zunge legend): Es liegt mir …
MORIARTY : … auf der Zunge.
HOLMES (mit normaler Stimme): Mit Hinblick auf Mrs Hudsons Tapete, muss ich Sie daran erinnern, dass eine falsche Bewegung mit Ihrem Finger Sie töten wird
MORIARTY: od ith da neu thesy.
HOLMES : Bitte?
MORIARTY: Tot …
MORIARTY : … ist das neue Sexy. (er drückt ab)
MORIARTY: Nun, ich sag Dir was: das bläst einem ganz schön das Gehirn durch.
HOLMES : Wie könne Sie am Leben sein?
MORIARTY: Wie seh ich aus, hmm?
MORIARTY: Hmm?
MORIARTY : Du kannst ehrlich mit mir sein. Fällt es auf?
HOLMES : Sie haben Ihr Gehirn rausgeblasen. Wie konnte Sie überleben?
MORIARTY : Vielleicht kann ich es überkämmen.
HOLMES: I sah Sie sterben. Warum sind Sie nicht tot?
MORIARTY : Weil es nicht der Fall ist, der Dich umbringt, Sherlock. Du solltest das doch wohl am besten wissen. Es ist nicht der Fall. Es ist niemals der Fall.
MORIARTY (intensiv): Es ist die Landung.
Holmes fällt rückwärts in seinen Sessel …

… und während Sherlock mit geschlossenen Augen in einem der Sitze sitzt, landet seine Maschine auf dem Rollfeld.
STEWARDESS: Wir sind gelandet, sir. Wir sind gelandet.
SHERLOCK : Nein, nein, nein, nicht jetzt, nicht jetzt.
SHERLOCK (zu sich selbst, noch immer verwirrt und verwundert): Nein, nein, nein, nicht jetzt, nicht jetzt.
CAPTAIN: Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Flug, sir.
MYCROFT: Nun, ein kürzeres Exil als wir annahmen, mein Bruderherz, obwohl adequat wenn man den Stand deiner Zwangsneurose bedenkt.
SHERLOCK: Ich muss zurück!
MYCROFT: Was?
SHERLOCK: Ich war – Ich war fast da! Ich hatte es fast!
MYCROFT: Wovon redest du zum Henker?
JOHN: Wohin zurück? Du bist nicht sehr weit gekommen.
SHERLOCK: Ricoletti und seine abscheuliche Frau! Versteht ihr denn nicht?
MARY: Nein, natürlich nicht. Du redest wirres Zeug, Sherlock.
SHERLOCK: Das war ein Fall, ein berühmter, über 100 Jahre zurückliegender, der auf meiner Festplatte abgespeichert ist. Sie schien tot zu sein, aber kehrte zurück.
JOHN: Was, wie Moriarty?
SHERLOCK: Schoss sich selbst in den Kopf, genau wie Moriarty.
MARY : Aber du hast doch eben erst davon erfahren. Wir haben eben erst davon erfahren. Er ist auf jedem Fernseher im Land zu sehen.
SHERLOCK : Ja? So? Es ist fünf Minuten her, dass Mycroft anrief. (Er sieht zu seinem Bruder auf.) Welche Fortschritte habt ihr gemacht? Was habt ihr unternommen?
JOHN : Genauer gesagt, was hast du unternommen?
SHERLOCK: Ich war natürlich in meinem Gedächtnispalast …
JOHN: Natürlich(!)
SHERLOCK: … und habe ein Experiment verfolgt: wie hätte ich den Fall in 1895 gelöst?
MYCROFT: Oh, Sherlock.
SHERLOCK: Ich hatte alle Details perfekt.
SHERLOCK : Ich war da, jede Einzelheit, alles! Ich war eingtaucht.
MYCROFT : Natürlich warst du das.
MARY : Du hast Johns Blog gelesen – den Abschnitt über euer Kennenlernen.

SHERLOCK: Es hilft mir, mich manchmal durch seine Augen zu sehen. Ich bin so viel schlauer.
MYCROFT: Denkst du wirklich, dass dir irgendjemand glaubt?
JOHN: Nein, er kann das. Ich habe es gesehen – der Gedächtnispalast. Es ist wie eine ganze Welt in seinem Kopf.
SHERLOCK: Ja, und ich muss dahin zurück.
MYCROFT: Der Gedächtnispalast ist eine Erinnerungstechnik. Ich weiß was sie kann; und was sie definitiv nicht kann.
SHERLOCK: Vielleicht gibt es ein oder zwei Dinge, die ich weiß und du nicht.
MYCROFT: Oh, die gibt es. Hast du eine Liste gemacht?
SHERLOCK: Du hast zugenommen. Diese Weste ist neuer als die Jacke.
MYCROFT (wütend): Hör auf. Hör einfach auf. Hast du eine Liste gemacht?
SHERLOCK: Von was?
MYCROFT: Allem, Sherlock. Allem, das du genommen hast.
JOHN: Nein, das ist es nicht. Er geht in eine Art Trance. Ich habe gesehen, wie er es macht.
MYCROFT: Wir haben eine Abmachung, mein Bruder und ich, seit jenem Tag.
MYCROFT: Wann auch immer ich ihn finde …
MYCROFT (voiceover): … egal welche Gasse oder Absteige …
MYCROFT: … es wird immer eine Liste geben.
JOHN: Er kann das nicht alles in den letzten fünf Minuten genommen haben.
MYCROFT: Er war high bevor er ins Flugzeug stieg.
MARY: Er wirkte nicht, als wäre er high.
MYCROFT: Keiner täuscht so gekonnt wie ein Süchtiger.
SHERLOCK: Ich bin kein Süchtiger. Ich bin ein Nutzer. Ich lindere Langeweile und gelegentlich verbessere ich meinen Denkprozess.
JOHN: Um Gottes willen! Das könnte dich töten! Du könntest sterben!
SHERLOCK: Kontrolliertes Nutzen ist im Normalfall nicht tödlich und Abstinenz ist nicht Unsterblichkeit.
MYCROFT: Was machen Sie?
MARY: Emelia Ricoletti – Ich recherchiere sie.
MYCROFT: Ah, ich glaube, wir sollten das tun.
MYCROFT: Ich habe Zugang zur höchsten Stufe des MI5 Archivs.
MARY: Ja, da bin ich gerade.
MYCROFT: Was halten Sie von MI5 Sicherheit?
MARY: Ich halte es für eine gute Idee.
MARY: Emelia Ricoletti. Ungelöst …
MARY: … wie er sagt.
SHERLOCK: Könnt ihr alle mal für fünf Minuten still sein? Ich muss zurück. Ich war fast da bevor ihr reingekommen seid und angefangen habt zu quasseln.
JOHN: „Quasseln“? Entschuldige – haben wir deine Session gestört?
MYCROFT: Sherlock, hör mir zu.
SHERLOCK: Nein. Das ermutigt dich nur.
MYCROFT: Ich bin nicht sauer auf dich …
SHERLOCK: Oh, das ist eine Erleichterung. Ich war wirklich besorgt. Nein, warte. Ich war es wirklich nicht.
MYCROFT: Ich war zuvor für dich da. Ich werde wieder für dich da sein.
MYCROFT: Ich werde immer für dich da sein. Das war meine Schuld.
SHERLOCK: Es hat nichts mit dir zu tun.
MYCROFT: Eine Woche in einer Gefängniszelle. Ich hätte es merken sollen.
SHERLOCK: Hättest was merken sollen?
MYCROFT: Dass, in deinem Fall, Einzelhaft heißt, dich mit deinem schlimmsten Feind einzusperren.
SHERLOCK: Um Himmels Willen.
JOHN: Morphium oder Kokain?
SHERLOCK: Was hast du gerade gesagt?
JOHN: Ich habe nichts gesagt.
SHERLOCK: Nein, du hast etwas gesagt. Du sagtest …
SHERLOCK/JOHN: Was ist es heute – Morphium oder Kokain?
SHERLOCK/WATSON: Holmes?
WATSON: Morphium oder Kokain? Was ist es heute?
WATSON: Antworte mir, verdammt noch mal!
HOLMES: Moriarty war hier.
HOLMES: Ich war in einem Jet.
WATSON: Einem was?
HOLMES: Sie waren da, und Mycroft.
WATSON: Sie haben diese Räume nicht verlassen, Holmes. Sie … haben sich nicht … bewegt. Nun, sagen Sie mir, Morphium oder Kokain?
HOLMES: Kokain.
HOLMES: Eine sieben prozentige Lösung.
HOLMES: Möchten Sie es versuchen?
WATSON: Nein, aber ich würde gerne jedes Bisschen dieses Zeugs in Ihrem Besitz finden und es aus dem Fenster schütten.
HOLMES: Ich würde Sie aufhalten wollen.
WATSON: Dann würden Sie … recht gewaltsam … daran erinnert werden, wer von uns beiden ein Soldat und wer ein Drogensüchtiger ist.
HOLMES: Sie sind kein Soldat. Sie sind ein Doktor.
WATSON: Nein, ich bin Militärarzt, das heißt ich kann jeden Knochen in Ihrem Körper brechen, während ich sie benenne.
HOLMES: Mein lieber Watson, Sie erlauben Emotionen Ihr Beurteilungsvermögen zu trüben.
WATSON: Niemals während eines Falles. Sie haben es mir versprochen. Niemals während eines Falles.
HOLMES: Nein, das haben Sie in einer Ihrer Geschichten gesagt.
WATSON: Hören Sie zu.
WATSON: Ich spiele gerne den Dummen für Sie. Ich werde Ihnen hinterher rennen wie ein Trottel, damit Sie schlau aussehen, wenn Sie das brauchen, aber lieber Gott im Himmel … Sie werden sich an einen höheren Standard halten.
HOLMES: Warum?
WATSON: Weil die Leute das brauchen.
HOLMES: Welche Leute? Warum? Wegen Ihrer idiotischen Geschichten?
WATSON: Ja, wegen meiner idiotischen Geschichten.
BILLY: Mr Holmes!
BILLY: Mr Holmes! Ein Telegram, Mr Holmes!
WATSON: Was ist los? Was ist passiert?
HOLMES: Es ist Mary.
WATSON: Mary? Was ist mit ihr?
HOLMES: Es ist gänzlich möglich, dass sie in Gefahr ist.
WATSON: Gefahr?
HOLMES: Wir können keine Zeit verlieren.
WATSON: Spricht da das Kokain in Ihnen?
WATSON: In welcher Gefahr könnte Mary sein? Ich bin mir sicher, sie besucht nur Freunde.
HOLMES: Kommen Sie schon!
WATSON: Was passiert hier?
WATSON: Sind Sie überhaupt körperlich in der Lage dazu?
HOLMES: Für Mary, natürlich. Bezweifeln Sie das nie, Watson. Nie das.
WATSON: Holmes!
HOLMES: Mir geht es gut!
WATSON: Nicht den.
WATSON: Den hier.
HOLMES: Warum?
WATSON: Sie sind Sherlock Holmes. Tragen Sie den verdammten Hut.
WATSON: Droschke? Droschke!
WATSON: Also, sagen Sie mir. Wo ist Sie?
WATSON: Sie müssen es mir sagen. Was ist los?
HOLMES: Oh, guter alter Watson! Wie würden wir die Zeit verbringen, wenn Sie keine Fragen stellen würden?
JOHN: Sherlock, sag mir wo meine verfluchte Frau ist, du aufgeblasener Sack, oder ich werde dich bewusstlos schlagen!
WATSON: Holmes! Wo ist sie?
HOLMES: Eine entweihte Kirche. Sie denkt, sie hat sie Lösung gefunden und aus keinem besseren Grund als dem hat sie sich in große Gefahr begeben.
HOLMES: Welch exzellente Wahl einer Ehefrau.
WATSON: Was zur Hölle?!
MRS WATSON: Ich habe sie gefunden.
WATSON: Was ist das alles hier, Mary?
MRS WATSON: Dies ist das Herz von allem, John, das Herz der Verschwörung.
WATSON: Großer Gott, was ist das hier? (Er dreht sich zu Mary um.) Und was zum Teufel tust du hier?
MRS WATSON: Ich habe Befragungen durchgeführt. Mr Holmes hat mich darum gebeten.
WATSON: Holmes, wie konnten Sie?!
MRS WATSON: Nein, nicht er. Der schlaue.
MRS WATSON: Es schien mir offensichtlich, dass dieses Unternehmen nicht alleine bewältigt werden kann. Meine Theorie ist, dass Mrs Ricoletti Hilfe hatte – Hilfe von ihren Freunden.
HOLMES: Gut gemacht, Mary. ‚Der schlaue‘?
MRS WATSON: Oh.
WATSON: Ich dachte, ich würde dich verlieren.
WATSON: Ich dachte, vielleicht würden wir uns gegenseitig vernachlässigen.
HOLMES: Nun ja, Sie sind derjenige, der ausgezogen ist.
WATSON: Ich habe mit Mary geredet.
WATSON: Du arbeitest für Mycroft?
MRS WATSON: Er hat gerne ein Auge auf seinen verrückten Bruder.
HOLMES: Und er hatte einen Spion an der Hand. Ist Ihnen niemals aufgefallen, dass Ihre Frau unverhältnismäßig qualifiziert für eine Krankenschwester ist?
MRS WATSON: Natürlich nicht. Weil er weiß, zu was eine Schwester fähig ist.
MRS WATSON: Wann ist es Ihnen aufgefallen?
HOLMES: Gerade eben, fürchte ich.
MRS WATSON: Ja, gut. Um was geht es hier? Was wollen sie erreichen?
HOLMES: Warum gehen wir nicht und finden es heraus?
HOLMES: Entschuldigung. Ich konnte nie einem Gong widerstehen. Oder einem Hauch Dramatik.
MRS WATSON: Hätte ich nie erraten(!)
HOLMES: Auch wenn es scheint, Ihr teilt meinen Enthusiasmus für diesen Aspekt.
HOLMES: Exzellent.
HOLMES: Brillantes Theater. Ich applaudiere dem Spektakel.
HOLMES: Emelia Ricoletti erschoß sich selbst, dann entstieg sie anscheinend ihrem Grab und tötete ihren Ehemann. Also, wie wurde es getan? Schauen wir uns die Geschehnisse in der Reihenfolge an.
HOLMES (voiceover): Mrs Ricoletti zieht die Aufmerksamkeit aller in einer sehr effizienten Weise auf sich.
BRAUT (im Flashback): Du!
BRAUT: Du?! (zart) Oder ich?

HOLMES (voiceover): Sie steckt einen der Revolover in ihren Mund während sie mit dem anderen in den Boden schießt.
HOLMES (voiceover): Ein Komplize bespritzt die Gardinen mit Blut …
HOLMES (voiceover): … und somit wird ihr vermeintlicher Suizid von der verängstigten Menge unten bezeugt.
HOLMES (voiceover): Eine Ersatzleiche, die Mrs Ricoletti sehr ähnlich sieht, nimmt ihren Platz ein und wird später in die Leichenhalle transportiert.Ein schmutziger, kleiner Selbstmord, der Scotland Yard wenig interessiert.
HOLMES (voiceover): In der Zwischenzeit entfernt sich die echte Mrs Ricoletti.
HOLMES : Nun kommen wir zum wirklich cleveren Part. Mrs Ricoletti überzeugte einen Kutscher – jemand, der sie kannte – ihren Ehemann vor seiner Lieblinsg-Opiumhöhle abzupassen. Die perfekte Bühne für das perfekte Drama.
RICOLETTI: Wer sind Sie? Was wollen Sie?
RICOLETTI: Emelia?!
MAN (offscreen): Hilfe!
HOLMES (voiceover): Eine perfekte, einwandfreie Identifikation.
MAN (offscreen): Mord! Mord!
HOLMES (voiceover): Die verblichene Mrs Ricoletti ist von den Toten zurück …
HOLMES (voiceover): … und mit ein wenig gekonnt aufgetragenem Make-Up sieht man nichts Geringeres als den Zorn eines rachesüchtigen Geists.
HOLMES (voiceover): Es gab nur eine Sache zu erledigen.
EMELIA: Schnell jetzt. Keine Tränen.
HOLMES (in der Kapelle auf & ab gehend): Das Einzige, das zu tun verblieb, war die echte Mrs Ricoletti mit der Leiche in der Leichenhalle auszutauschen.
HOLMES (voiceover): Sollte jemand sie erneut identifizieren …
HOLMES (in der Krypta): … wäre es eindeutig, ausschließlich sie.
MRS WATSON: Aber warum würde sie das tun – sterben um etwas zu beweisen?
HOLMES: Jede große Sache hat Märtyrer; jeder Krieg Selbstmorkommandos – und mach keinen Fehler, dies ist Krieg. Eine Hälfte der menschlichen Rasse befindet sich im Krieg mit der anderen.
HOLMES: Die unsichtbare Armee, die in unmittelbarer Nähe unsere Zuhause versorgt, unsere Kinder erzieht, ignoriert, bevormundet, missachtet, der wir noch nicht einmal gestatten ihre Stimme abzugeben.
HOLMES: … aber nichtsdestotrotz eine Armee, bereit sich für den besten aller Zwecke zu erheben, um eine Ungerechtigkeit, die so alt ist wie die Menschheit selbst, zu berichtigen. So, sehen Sie, Watson, Mycroft hatte Recht. Dies ist ein Krieg, den wir verlieren müssen.
WATSON: Sie lag im Sterben.
HOLMES: Wer?
WATSON: Emelia Ricoletti. Es gab klare Anzeichen von Schwindsucht. Ich bezweifle, dass sie noch lange gelebt hätte.
HOLMES: Also entschied sie sich ihren Tod zählen zu lassen. Sie war bereits mit den amerikanischen Geheimgesellschaften vertraut und im Stande deren Methoden des Angst Einjagens und Einschüchterung öffentlich – sehr öffentlich – dazu zu nutzen, um Sir Eustace Carmichael an die Sünden seiner Vergangenheit zu erinnern.
WEIBLICHE STIMME (offscreen): Er kannte sie aus den Staaten.
WEIBLICHE STIMME (offscreen): Versprach ihr alles …
HOOPER: … Heirat, Position – und als er genug von ihr hatte, warf er sie weg und ließ sie im Stich und mittellos.
HOLMES: Hooper!
HOOPER : Holmes.
WATSON: Fürs Protokoll, Holmes, mich hat sie nicht getäuscht.
JANE: Warum erwähnen sie mich nie, sir?
JANINE: Emelia dachte, sie hätte mit Ricoletti ihr Glück gefunden, aber er war ebenfalls ein Rohling.
JANINE : Emelia Ricoletti war unsere Freundin. Sie machen sich keine Vorstellung davon wie er sie behandelt hat.
WATSON: Aber … die Braut, Holmes. Wir sahen sie.
HOLMES : Ja, Watson, das taten wir. Aber das Geräusch des brechenden Glases? Das war kein Fenster.
HOLMES: Nur ein alter Theatertrick.
WATSON: Das kann nicht wahr sein, Holmes! Kann es nicht!
HOLMES: Nein, kann es nicht.
HOLMES (voiceover): Es nennt sich Pepper’s Ghost.
HOLMES (voiceover): Eine simple Reflektion, auf Glas, einer lebenden, atmenden Person.
HOLMES (voiceover): Ihr einziger Fehler bestand darin, das Gals beim Abtransport zu Zerbrechen.
HOLMES (geht langsam durch die Krypta): Sehen Sie sich um. Dieser Raum ist voller Bräute. Nachdem sie einmal auferstaden war, konnte jede sie sein.
HOLMES: Der Rache nehmende Geist – eine Legende, die jeden Mann mit bösen Absichten in Angst & Schrecken versetzt, eine Erscheinung, die die ungestraften Unmenschen verfolgt, deren Abrechnung lang überfällig ist.
HOLMES (voiceover): Ein Bündnis der Furien erwachte.
HOLMES (voiceover): Die Frauen, die ich … wir belogen, verraten …
HOLMES (voiceover): … die Frauen, die wir ignorierten …
HOLMES (voiceover): … und erniedrigten.
HOLMES : Wenn die Idee einmal besteht, wird man sie nicht wieder los.
HOLMES: Dies ist das Werk einer zielstrebigen Person, jemand der aus erster Hand von Sir Eustace seelischer Grausamkeit wusste. Ein dunkles Geheimnis, vor allen außer ihren engsten Freundinnen verborgen…
HOLMES: … inklusive Emelia Ricoletti …
HOLMES: … die Frau, der ihr Ehemann vor all den Jahren Unrecht zufügte. Wenn man den Geist beiseite lässt, gibt es nur einen Verdächtigen.
HOLMES: Ist dem nicht so, Lady Carmichael?
HOLMES: Ein kleines Detail ergibt für mich allerdings keinen Sinn. Warum engagierten Sie mich, um den Mord, den Sie begehen wollten, zu verhindern?
HOLMES: Hmm?
MORIARTYs STIMME (unter dem Schleier, in absichtlich schlechter Nachahmung von Holmes): Es ergibt nicht wirklich Sinn; dies ergibt nicht wirklich Sinn. (In seiner eigenen Stimme) Natürlich ergibt es keinen Sinn.
MORIARTYs STIMME : Es ist nicht real.
MORIARTYs STIMME : Oh, Sherlock.
MORIARTY: Kuckuck.
HOLMES: Nein. Nein, nicht Sie. Sie können es nicht sein.
MORIARTY: Ich mein, komm schon, ernsthaft. Kostüme, der Gong. Als kriminelles Genie sprechend… wir haben nicht wirklich Gongs oder spezielle Outfits.
JOHN/WATSON: Was zum Henker passiert?
MORIARTY: Ist das jetzt albern genug für Dich? Schauerlich genug? Verrückt genug, selbst für Dich? Es ergibt keinen Sinn, Sherlock, weil es nicht real ist. (flüsternd) Nichts davon.
JOHN/WATSON: Wovon redet er?
MORIARTY: Es ist alles in Deinem Kopf.
JOHNs STIMME: Sherlock.
WATSONs STIMME: Holmes!
MORIARTY : Du träumst.
MARY: Träumt er?
MYCROFT : Und da ist er. Ich dachte für einen Augenblick, wir hätten dich verloren. Darf ich kurz fragen: ist es das, was du unter „kontrollierter Nutzung“ verstehst?
SHERLOCK : Mrs Emelia Ricoletti. Ich muss wissen wo sie beerdigt wurde.
MYCROFT: Was, vor 120 Jahren?!
SHERLOCK: Ja.
MYCROFT: Es würde Wochen dauern, das herauszufinden, falls diese Unterlagen überhaupt noch existieren. Selbst mit meinen Quellen …
MARY: Hab’s.

Wenig später, steigen John und Mary aus dem Polizeiwagen und folgen Sherlock, der jetzt seinen Mantel und Schal trägt, auf den Friedhof.
JOHN: Ich verstehe das nicht. Wieso ist das relevant?
SHERLOCK: Ich muss wissen, dass ich richtig liege, erst dann bin ich mir sicher.
MARY: Du meinst, wie er es getan hat?
SHERLOCK: Ja.
JOHN: Aber nichts davon ist wirklich passiert. Es war alles nur in deinem Kopf.
SHERLOCK: Meine Fantasie war die Untersuchung. Das Verbrechen geschah genauso wie ich es sagte.
MARY: Der Stein wurde von Freunden aufgestellt.
MYCROFT: Ich weiß nicht, was du hier zu finden denkst.
SHERLOCK: Ich muss es versuchen!

EMELIA RICOLETTI
Geliebte Schwester
Gläubig über den Tod hinaus
Gestorben am 18 Dezember 1894
Alter 26

SHERLOCK: Mrs Ricoletti wurde hier begraben, aber was passierte mit der anderen, der Leiche, die den Ersatz bildete nach dem vermeintlichen Suizid?
JOHN: Sie würden sie wegbringen. Natürlich würden sie das.
SHERLOCK: Aber wohin?
JOHN: Nun, nicht hier!
SHERLOCK: Aber das…aber genau das müssen sie getan haben. Die Verschwörer hatten einen Insider. Sie fanden einen Körper, so wie Molly Hooper für mich einen fand, als ich…
SHERLOCK : Naja, darauf brauchen wir jetzt nicht wieder einzugehen, nicht wahr?
JOHN: Das willst du nicht ernsthaft tun?
SHERLOCK: Das ist aber warum wir herkamen! Ich muss es wissen.
JOHN : Du sprichst wie ein Süchtiger.
SHERLOCK : Das ist wichtig für mich!
JOHN : Nein – das bist du, einen Schuss brauchend.
SHERLOCK: John …
JOHN: Moriarty ist zurück. Wir haben einen Fall. Wir haben momentan reale Probleme.
SHERLOCK: Dazu kommen wir. Das steht als nächstes auf meiner Liste. Lass mich das hier zuerst machen.
JOHN : Nein, jeder lässt dich immer machen, was du willst. Deshalb befindest du dich in diesem Zustand.
SHERLOCK : John, bitte…
JOHN : Dieses Mal spiele ich nicht mit, Sherlock, nicht länger.
JOHN: Wenn du bereit bist zu Arbeiten, ruf mich an.
JOHN: Ich bringe Mary nach Hause.
MARY : Du tust was?
JOHN : Mary bringt mich nach Hause.
MARY: Besser.
MYCROFT: Er hat recht, dass weißt du.
SHERLOCK : Was wenn er recht hat? Er hat immer recht. Das ist langweilig.
SHERLOCK : Willst du mir helfen?
MYCROFT: Cherchez la femme. (Suche die Frau)
STUNDEN SPÄTER.
SHERLOCK: Urgh!
MYCROFT: Oje. Der Sarg ist leer.
SHERLOCK: Sie müssen es darunter begraben haben. Sie müssen unter dem Sarg begraben haben.
LESTRADE: Pech, Sherlock.
LESTRADE: Vielleicht haben sie den Körper anders entsorgt.
MYCROFT: Mehr als wahrscheinlich. Es war auf jeden Fall vor langer Zeit. Wir haben dringendere Sachen zu tun, kleiner Bruder. Moriarty, auferstanden von den Toten?
Stimme: Vergiss mich nicht…
Stimme: Vergiss mich nicht…

HOLMES : O, Ich verstehe. Bin ich immer noch nicht wach?
MORIARTY: Zu tief, Sherlock. Viel zu tief.
MORIARTY: Gratuliere. Du bist der erste Mensch in der Geschichte, der in seinem eigenen Gedankenpalast begraben wird.
HOLMES : Der Schauplatz ist eine Nuance zu melodramatisch, finden Sie nicht?
MORIARTY: Für Dich und mich? Ganz und gar nicht.
HOLMES: Was sind Sie?
MORIARTY: Du weißt wer ich bin. Ich bin Moriarty. Der Napoleon des Verbrechens.
HOLMES : Moriarty ist tot.
MORIARTY: Nicht in deinen Gedanken. Da werde ich nie sterben. Du nanntest dein Gehirn einst eine Festplatte. Nun sag dem Virus Hallo. So werden wir enden, Du und ich. Immer hier, immer zusammen.
HOLMES: Sie haben ein hervorragendes Gehirn, Moriarty. Ich bewundere es.
HOLMES: Ich gebe zu, es könnte meinem ebenbürtig sein.
MORIARTY: Ich bin gerührt. Ich fühle mich geehrt.
HOLMES: Aber wenn es um den unbewaffneten Kampf am Rande eines Abgrunds geht…
HOLMES: … fallen Sie ins Wasser …
HOLMES: … Sie Wicht.
MORIARTY : O, Du denkst Du bist so groß und stark, Sherlock! Nicht bei mir!
MORIARTY : Ich bin Deine SCHWÄCHE!
MORIARTY : Ich stoße Dich HINUNTER!
MORIARTY: Jedes Mal wenn Du STOLPERST, jedes Mal wenn du SCHEITERST, jedes Mal wenn du SCHWACH bist…
MORIARTY: BIN…ICH…DA!
MORIARTY: Nein. Versuche gar nicht erst dagegen anzukämpfen. Lehn Dich zurück und verliere!
MORIARTY : Sollen wir zusammen runterstürzen? Es muss zusammen geschehen, nicht wahr? Am Ende sind es immer nur du… UND ICH!
WATSON: Professor, wären Sie so freundlich auf Abstand zu meinem Freund zu gehen. Ich glaube, er empfindet Ihre Aufmerksamkeit als ein wenig nervig.
MORIARTY: Das ist nicht fair. Ihr seid zu zweit!
WATSON: Wir sind immer zu zweit. Lesen Sie nicht “The Strand“?
WATSON: Auf die Knie, Professor.
WATSON: Hände hinter den Kopf.
HOLMES: Danke, John.
WATSON: Seit wann nennen Sie mich John?
HOLMES: Sie wären überrascht.
WATSON: Nein, wäre ich nicht. Zeit zum Aufwachen, Sherlock.
WATSON: Ich bin ein Geschichtenerzähler. Ich weiß, wann ich in einer bin.
HOLMES: Natürlich. Natürlich wüsstest du das, John.
WATSON: Also, wie ist er so? Mein anderes Ich, an der anderen Stelle?
HOLMES: Klüger als er aussieht.
WATSON: Verdammt klug also.
HOLMES : Verdammt klug.
MORIARTY: Pfui. Warum brennt ihr beide nicht einfach durch, um Himmels willen?
WATSON: Unverschämt!
HOLMES: Beleidigend.
WATSON: Hätten Sie etwas dagegen?
HOLMES: Ganz und gar nicht.
WATSON: Ich bin an der Reihe.
HOLMES: Genau.
WATSON: Also, wie planen Sie aufzuwachen?
HOLMES : Oh, ich glaube so.
WATSON: Sind Sie sicher?
HOLMES: Zwischen dir und mir, John, Ich überlebe einen Fall immer.
WATSON: Aber wie?
HOLMES : Elementar, mein lieber Watson.

Im Flugzeug sitzend.
SHERLOCK: Vermisst du mich?
JOHN: Sherlock? Geht’s dir gut?
SHERLOCK: Ja, natürlich geht’s mir gut. Warum denn nicht?
MARY: Weil du wahrscheinlich eine Überdosis hast. Du solltest im Krankenhaus sein.
SHERLOCK: Keine Zeit. Ich muss jetzt in die Baker Street. Moriarty ist zurück.
MYCROFT: Ich hoffe fast, dass er es ist, solange es dich hiervor rettet.
SHERLOCK: Das ist jetzt unnötig.
SHERLOCK: Ich hab jetzt das echt Ding. Ich habe etwas zu erledigen.
MYCROFT : Sherlock.
MYCROFT : Versprichst du es mir?
SHERLOCK: Was machst du noch hier? Solltest du nicht an einer Begnadigung für mich arbeiten wie ein richtiger großer Bruder?
MYCROFT: Doktor Watson?
MYCROFT: Kümmern Sie sich um ihn…
MYCROFT: … bitte?

Mycrofts Notebook:
REDBEARD

Darunten steht links:

611174
Vernet?

Auf der rechten Seite ist eine diagonale Matrix ist und unterhalb, doppelt unterstrichen, die Worte:

Scarlet Roll M

Darunter befinden sich einige mathematischen Notizen, scheinbar Maxwells Gleichungen des Elektromagnetismus.

DRAUßEN.
JOHN: Sherlock, warte. Erkläre. Moriarty lebt also?
SHERLOCK : Ich habe nie gesagt, er lebt. Ich sagte, dass er zurück ist.
MARY: Also ist er tot.
SHERLOCK: Natürlich ist er tot. Er hat sich sein Gehirn weg geschossen. Niemand überlebt das. Ich nahm eine Überdosis auf mich, um das zu beweisen.
SHERLOCK: Moriarty ist tot, keine Frage. Aber viel wichtiger ist …
SHERLOCK: … ich weiß genau was er als nächstes vorhat.

WATSON: Flugmaschinen; diese, äh, Telefonapparate …
WATSON: Was ist das für eine wahnsinnige Fantasie?
HOLMES: Es war lediglich meine Spekulation wie eine zukünftige Welt aussehen könnte und wie Sie und ich in diese passen würden.
HOLMES: Dank eines Tropfens Wasser sollte ein Logiker in der Lage sein die Möglichkeiten des Atlantik oder des Niagara zu folgern.
WATSON: Oder eines Reichenbach.
HOLMES: Haben Sie den Fall für ihre Bücher niedergeschrieben?
WATSON: Ja.
HOLMES: Hmm. So abgeändert, dass es natürlich nach einem meiner seltenen Misserfolge aussieht?
WATSON: Natürlich.
HOLMES: “Das Abenteuer…der unsichtbaren Armee“
HOLMES: “Das Bündnis der Furien”? “Das monströse Regiment .”
WATSON: Ich dachte eher an … “Die abscheuliche Braut.”
HOLMES : Ein bisschen reißerisch.
WATSON: Es wird sich verkaufen. Es enthält ja ordentliche Morde.
HOLMES : Sie sind der Experte.
WATSON: Ihre eigene Geschichte betreffend, sind Sie sicher, dass es noch immer eine sieben prozentige Lösung ist, die Sie nehmen. Ich denke, Sie haben die Dosis erhöht.
HOLMES: Vielleicht war ich ein wenig phantasievoll…
HOLMES: … Aber vielleicht geht es ja in Erfüllung.
HOLMES: Auf jeden Fall würde ich mich in einer solchen Welt sehr zu Hause fühlen.
WATSON: Ich nicht, glaube ich.
HOLMES: Ich bin anderer Ansicht.
HOLMES: Aber ich wusste schon immer, dass ich ein Mann bin, der seiner Zeit voraus ist.

Die beiden Bilder beziehen sich auf eine Frage in den Kommentaren.

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© Arwel Wyn Jones, Tweet

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