Doctor Strange in Berlin

Welches Getränk bevorzugt Doctor Stranges Gast gegenüber Tee?
Tasse & Poster gehen an: Alina G.

Und die Antwort lautete…
wie Sabrina D. ganz wunderbar formulierte: Der Gast bevorzugt einen guten Humpen Bier, stilsicher erfahren im Schnelldurchzug, und dem semi-automatischen Nachfüllsystem anscheinend auch nicht abgeneigt. 😀
In der Tat zieht Thor in der ersten Bonusszene eine ordentliche Maß Bier einer Tasse Tee vor. Tee ist anscheinend nicht so verbreitet in Asgard.
🍺

Die Gewinnerin wurde mithilfe von tools.superanton.de ermittelt.

Ein Erlebnisbericht zur Doctor Strange Vorführung im Berliner Zoo Palast, 26.10.2016.

VORAB
Eine Freundin hatte das große Glück zwei Karten für ein Fanevent zu gewinnen, zu dem Benedict Cumberbatch, Tilda Swinton und Scott Derrickson erwartet wurden. Die Ankündigung im Artikel zum Gewinnspiel suggerierte das Event als Deutschland Premiere samt rotem Teppich, exklusivem Zutritt, Q&A und Filmvorführung. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um eine Filmvorführung mit einem zehnminütigen Q&A handelte, für das man im Vorfeld regulär Karten erwerben konnte. Roten Teppich gab es keinen, dafür aber kostenlose Getränke, Popcorn und Subway Sandwiches, was mir persönlich ohnehin lieber war als ein bißchen Teppich.
Die Organisation des Events war – passend zum Filmtitel – eher seltsam. Die verlosten Karten konnten erst ab 19.30 Uhr abgeholt werden, zeitgleich fand der Einlass ins Kino statt und die Plätze waren frei wählbar. Da etliche Leute jedoch regulär Karten samt festem Sitzplatz erworben hatten, stellte sich diesen die Frage, ob sie in die Verlegenheit kämen, andere von ihren Plätzen verscheuchen zu müssen, denn der Einlass begann für alle zur gleichen Zeit.
Wie sich herausstellte, waren die verkauften Plätze jedoch mit blauen Namensschildern markiert worden und die einzigen, die sich noch um gute Plätze sorgten, waren diejenigen, die erst nach langem Anstehen ihre gewonnenen Karten erhielten. Da mehrere Kartenkontingente von diversen Onlinemagazinen, Radiosendern und YouTubern verlost worden waren, belief sich die ungefähre Zahl der Wartenden in etwa auf 600.

2016 © Eva Ullrich

2016 © Eva Ullrich

Q & A
Als die meisten gegen viertel vor neun ihre Plätze eingenommen hatten, begann YouTuber Dominik mit seiner sehr unterhaltsamen Moderation. Er bat uns beim Eintreffen von Benedict, Tilda und Scott diesen eine spontane Standing Ovation zu geben und unserer Begeisterung in Form von Jubel und Klatschen freien Lauf zu lassen. Wir probten dies zwei Mal. Danach bat er um Fragen aus dem Publikum, um sie später den drei Gästen stellen zu können und entschied sich für drei auf »Doctor Strange« bezogene. Das Eintreffen der Stars verzögerte sich ein wenig, denn diese waren noch bei einem Meet & Greet und so fragte Dominik in die Runde, ob es unter den Anwesenden jemand gab, der von weiter her angereist war (Russland, England + Allgäu) und erzählte uns wie begeistert Tilda Swinton auf seine »Dory« Handyhülle reagiert hatte, als er sie am Nachmittag zu einem kleinen Interview traf.
Schließlich war es soweit und Scott, Tilda und Benedict betraten den Saal und die Bühne. Das Publikum sprang auf und gab ihnen eine Standing Ovation, die sie sichtlich rührte und für die sie sich sehr bedankten.

2016 © Eva Ullrich

2016 © Eva Ullrich

Habt ihr ein Lieblingszitat aus dem Film?
Tilda: It’s not about you. (Es geht nicht um dich.)
Benedict schloss sich ihr an.
Habt ihr etwas vom Filmdreh behalten?
Tilda behielt einen der sling rings, den man kann ja nie wissen, wann man ein wenig Magie gebrauchen kann.
Scott behielt das Auge des Agamotto.
Benedict meinte, er hätte die Pläne der Marvel Movies der nächsten 5 Jahre mitgehen lassen.
(Vielen Dank an Rox für die Gedächtnisstütze!)

Was war beim Dreh am lustigsten?
Scott antwortete, dass es eigentlich alle Momente, in denen die Kamera nicht lief, waren, da man sich untereinander sehr gut verstanden hätte.
Benedict meinte, es wären all die Momente gewesen, in denen er sich weh tat und erzählte, dass er sich ein paar Mal in den Mantel der Levitation verheddert hätte.

(Ich musste unweigerlich an eine gewisse Szene im Buckingham Palast denken. 🙂 )

2016 © B. Streun

2016 © B. Streun

Zum Fragenteil sei gesagt, dass ich nicht mehr genau weiß in welcher Reihenfolge sie gestellt wurden und mich nicht mehr an alle sechs Fragen erinnere. Allerdings bin ich mir sicher, dass die fehlenden Fragen bestimmt im ein oder anderen Interview zum Film vorkommen. Was jedoch ganz einzigartig an unserem Event war, war dies…
wie im Vorfeld besprochen, sollten drei Fragen aus dem Publikum kommen. Als die ersten beiden gestellt worden waren, stand plötzlich eine Dame neben uns und reichte zwei jungen Frauen, die direkt neben meiner Begleitung und mir saßen, das Mikrofon. Beide hatten sich als Dominik zuerst um Fragen bat, recht enthusiastisch gemeldet, waren allerdings nicht drangekommen. Nun stellten sie zwei Fragen (auf Englisch) – die erste ging ein wenig unter, denn ihre zweite Frage war, ob sie für ein Selfie auf die Bühne dürften. Der Moderator meinte ein wenig unglücklich auf Deutsch, dass er so etwas hätte vermeiden wollen, aber Benedict und auch Tilda, die mich während des gesamten Q&As mit ihrer herzlichen Art beeindruckte, baten die beiden auf die Bühne und auch Scott winkte sie heran und strahlte.

2016 © Eva Ullrich

2016 © Eva Ullrich

Es mag sein, dass die Sichtweisen hierzu auseinander gehen; ich beschreibe wie es auf mich wirkte… ich fand die kleine Aktion sehr erfrischend und interessant zu beobachten, da in diesem Moment das Interview und das damit verbundene professionelle Auftreten derer auf der Bühne durchbrochen und die Menschen sichtbar wurden. Die eher schüchternen, jungen Frauen kamen auf die Bühne, schüttelten Hände und Dominik bot an mit dem Handy der einen, ein Gruppenfoto zu schießen. Scott nahm es ihm strahlend aus der Hand mit den Worten „but it’s a selfie!“ und „I’m the director, I’ll direct/take this.“ (aber es ist ein Selfie / Ich bin der Regisseur, ich übernehme das). Die Gruppe formierte sich, zuerst mit den Rücken zur Leinwand, jedoch gelang ihnen das Bild nicht, denn das andauerende Blitzlichtgewitter der Fotografen, die während des gesamten Q&A direkt vor der Bühne standen und knipsten, störte. Daher drehte sich die Gruppe mit dem Rücken zum Publikum und Benedict, der noch ein Mikrofon in der Hand hielt, wies die Fotografen scharf an, die Knipserei für einen Moment auszusetzen, was ich wirklich ganz großartig von ihm fand. Die beiden jungen Frauen verließen überglücklich die Bühne und nahmen zitternd wieder ihre Plätze neben uns ein.

2016 © B. Streun

2016 © B. Streun

Dominik bedankte sich nun bei Scott, Tilda und Benedict. Benedict wünschte uns viel Spaß beim Film und erwähnte die Aufnahmen der Paparazzi während dem New Yorker Dreh. Er meinte, wir würden nun gleich sehen, wie sich die Szenen in den Film einfügten und, dass er sich bewusst sei, dass Schauspielerei mit Rauch und Blendwerk arbeite, aber das Endergebnis sich absolut sehen lassen könne.
Dominik wollte Tilda zum Abschied die von ihr bewunderte Handyhülle schenken, doch Tilda wollte sie ihm nicht wegnehmen und meinte, sie werde sich selbst bei Pixar eine holen.

2016 © B. Streun

2016 © B. Streun

Der Kinosaal verabschiedete sich erneut stehend mit großem Beifall und Jubel.
Dominik teilte uns mit, dass die ersten hundert, die am nächsten Morgen im KaDeWe beim Marvel Store vorstellig würden, ein kostenloses Filmposter erhalten könnten, dann verabschiedete sich auch er, das Licht ging aus und der seltsame Doktor empfing uns.
DER FILM
Da der Bericht bereits recht lang geraten ist und ich auch nicht zuviel verraten will, ist dies keine Besprechung im herkömmlichen Sinne, sondern ich gebe nur kurz wieder, was mir vor allem im Gedächtnis blieb.
Die Effekte: die Macher des Films setzen neue Maßstäbe und der Film ist für jeden Filmliebhaber aus rein visueller Sicht ein Muss.
Die Handlung: lässt man die Effekte sowie das, was Benedict als Blendwerk bezeichnete beiseite, erscheint die Geschichte eines Mannes, der nach einem Schicksalsschlag sowohl aus eigener Kraft als auch durch Annahme von Hilfe zu sich selbst und zurück ins Leben findet. Sie ist nachvollziehbar und stellenweise sogar inspirierend und im Gegensatz zu manch anderem Marvel Film erfreulich differenziert. Leider finden sich jedoch auch hier wieder diverse Handlungslücken. Aber vielleicht werden diese in den kommenden beiden Filmen aufgegriffen und erklärt.
Die Besetzung: mehr als gelungen! Vor allem Tilda Swinton als Die Älteste und Benedict Cumberbatch als Dr. Stephen Strange sind absolut überzeugend.
Ich freue mich grundsätzlich über jede starke weibliche Figur, daher finde ich Die Älteste einfach nur großartig. Sie ist eine faszinierende, vermeintlich widersprüchliche Person, die Stephen Strange erst einmal Mores lehrt und fantastische Kampfszenen mit Leichtigkeit bewältigt. Mit Tilda wirklich wundervoll besetzt!
Die Synchronisation: sehr gut und an zwei Stellen sogar besser als im Original.
Der Abspann: toll gemacht und seit Skyfall der schönste, den ich sah, die Musik inbegriffen. Ansonsten… sitzen bleiben! Es folgen zwei Bonusszenen, die erste ist sehr lustig und verheißt zukünftiges Aufeinandertreffen verschiedener Marvel Charaktere, die zweite bezieht sich auf Thor 3 und kommende Verwicklungen.
Mein Fazit: ich beurteile Filme auch gerne nach dem Gefühl mit dem sie mich zurücklassen. Diesen würde ich als inspirierend und motivierend bezeichnen, denn er themasiert das bewusste Loslassen in gleichem Maße wie etwas zu wagen und dafür Anstrengungen und Rückschläge auf sich zu nehmen.
Zudem hat er mich dazu gebracht, mich endlich für die Probestunde im Taekwondo Studio anzumelden, über die ich schon länger nachdachte.

DAS GEWINNSPIEL
besteht dieses Mal aus einer einzigen Frage…
welches Getränk bevorzugt Doctor Stranges Gast gegenüber Tee?
Sendet eure Antwort bis zum 07.11.2016, 19 Uhr an: anne @ sherlock-de.com
Zu gewinnen gibt es eines der KaDeWe Filmposter und eine Doctor Strange Tasse.

DANKESCHÖN
An dieser Stelle herzlichen Dank an Eva Ullrich und Barbara Streun fürs zur Verfügungstellen ihrer Fotos! Ganz viele weitere Fotos vom Event findet ihr zudem auf Barbaras Website.

Der Rechtsweg und Umtausch des Gewinns sind wie immer ausgeschlossen.

2016 © B. Streun

2016 © B. Streun